Die Dörfer im Kreis Guhrau


Camin

(1557 Chommin, 1945 Kamien Górowski)

(1895-1932 Kreis Wohlau, ab 1.10.1932 Kreis Guhrau)

(ev. Piskorsine (umben. Kirchlinden), Kr. Wohlau, kath. Herrnstadt, StA Pluskau, AG Winzig, Amtsbezirk Pluskau, Hebammen-Niederlassungsbezirk Hünern)


Chronik


1490

Die Brüder Albrecht und Balthasar Sobke, Besitzer von Herrnstadt, erhalten von Herzog Konrad von Öls das oberste Gericht über Kamin, Duchen, Sandeborske,Woidnig, Osselwitz und Gimmel.


1557

Erwähnung in einer Urkunde: 6 Erbbauern und eine wüste Haube sowie das Gut.


1787

Camin begreift 1 herrschaftlich Vorwerk, 1 Schulhaus, 7 Bauern, 16 Gärtner, 1 Windmühle, 2 Gemeinhäuser.


1792

Leonhardi: „Camin begreift ein herrschaftliches Vorwerk, ein Schulhaus, sieben Bauern, 16 Gärtner, eine Windmühle, zwei Gemeindehäuser“


1830

35 Häuser, ein herrschaftl. Vorwerk, 1 ev. Schule, ein Lehrer, eine Windmühle, eine Brauerei


1845

38 Häuser, 1 herrsch. Schloß und Vorwerk, 1 ev. Schule, 1 Lehrer, eingeschult Wehlefronze und Zweckfronze, 1200 Schafe, 1 Windmühle, 1 Ziegelei, 1 Brauerei, 1 Schmiede, 1 Krämer


1895

Rittergut mit Paulinenhof und Zweckfronze, Bevollm.: Major Franz von Hoffmann in Cosel, Fläche 439 ha: 312 ha Acker, 63 ha Wiesen, 8 ha Weiden, 44 ha Holzungen, 11 ha Hofraum, Erdsteuer-Reinertrag 7056 M, Schweinezucht


1898

Insp.: von Beulwitz, Fläche 439 ha: 312 ha Acker, 71 ha Wiesen, 44 ha Holz, 11 ha Hof, Erdsteuer-Reinertrag 7056 M


1904

51 Schüler in Kamin


1909

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)


1911

Bau der Straße Kamin-Piskorsine, Kr. Wohlau


1926

Hochwasser in der Gemarkung


1927

Umbau des Schulgebäudes


1930

Die Scheune des Hofes Nr. 5 (Besitzer Bruno Stry) brennt ab.


1931

Mit Wehlefronze bestand ein Schulverband. 64 Schüler in 3 Klassen und 2 Klassenzimmern.


1932

Richard Guhl (Besitzer Hof Nr. 6) Gemeindevorsteher (Vorgänger Karl Weikert)

Einrichtung einer zweiten Lehrerstelle


1934

Richard Guhl (Besitzer Hof Nr.6) Ortsgruppenleiter der NSDAP


1937

Schulneubau

Das alte Schulgebäude wird ein Kindergarten


1940

März Hochwasser in der Gemarkung


1945

Sprengung des Schulgebäudes, um Material für den Wiederaufbau Warschaus zu bekommen.


Besitzer

 

1676

Julius Adolph von Abschatz

 

um 1713

George Friedrich von Luck und Salisch

* um 1640, + 15.01.1717 Zweckfronze

 

1787

von Czischwiz

 

1828-

Hauptmann K. von Carlowitz (33 450 Rtl.)

 

1895

Heinr. Hoffmann´sche Erben

 

1898

Franz Hoffmann, Major im 51 Inf.-Regt. in Breslau

 

Bürgermeister

 

1935/1941

Richard Guhl


alleiniger bzw. ab 1932 erster Lehrer in Kamin


1805

Johannes Ressel

 

1810-1865

Jakobi

 

1865-1870

Julius Heinzel

 

1870-1899

 Emil Tischer

 

1899-1903

Alfred Töppich

 

1903-1906

Alfred Dörfel

 

1906-1911

Wilhelm Tinibel

 

1911-1945

Gustav Adolf Scholz


Hilfs- bzw. ab 1932 zweiter Lehrer in Kamin


1927-1929

Konrad Weiß

 

1929-1931

Georg Zimmer

Frl. Wein

Frl. Goldmann

Gertrud Rösner

 

1932/33

Hanna Kahl

Hilde Andersch

Frl. Söffing

 

1936

Konrad Liebig

Hr. Vitters

 

1936/37

Ernst Benz

Frl. Arlt

Agnes Fieweger

Helmut Wloka

 

bis 1945

Emil Tautz

 

Einwohner

 

Artur Bischoff, Bauer, 1935 Schiedsmann in Hengwitz und in Wehlefronze


1787 192 Ew.

1792 192 Ew.

1830 223 Ew.

1845 240 Ew.

1925 285 Ew.

1933 308 Ew.

1939 286 Ew.


letzte Änderung: 10.04.2008