Die Dörfer im Kreis Guhrau


Gleinig

(1310 Glynko, 1945 Glinka)

(ev. Guhrau, kath. Kraschen, 1876/1898 StA Gleinig, 1930 StA Guhrau, AG Guhrau, Amtsbezirk Gleinig, Hebammen-Niederlassungsbezirk Seitsch-Kraschen, Reichen-Birkendorf)

 

Sparkassenbuch des Guhrauer Bankvereins

ausgestellt für Minna Wiersig, geb. Peise, Gleinig

1932 - 1942


Kirchenbücher, die vor 1945 vorhanden sind


katholisch, Filiale von Kraschen


Taufen ab 1766

Trauungen ab 1766

Tote 1766-1794, ab 1801

Erstkommunikantenbücher 1766-1804


Duplikate beim Amtsgericht Guhrau


katholisch


Taufen 1823-1874, es fehlen 1828-1834, 1841-1848

Trauungen 1823-1874, es fehlen 1828-1834, 1841-1848

Tote 1823-1874, es fehlen 1828-1834, 1841-1848


Kirchenbücher, die nach 1945 vorhanden sind


katholisch, Filiale von Kraschen: wahrscheinlich erhalten (Stand 1962)


in polnischen staatlichen Archiven


keine


verfilmte Kirchenbücher bei LDS


katholisch


Taufen 1792-1870

Trauungen 1792-1832

Tote 1792-1832


Chronik


1244

Die Witwe des Grafen Peter verzichtet durch ihren Bruder den Grafen Bertold, Sohn des Heinrich, auf den Zehnten von Glynka.


1325

Peter Dyhrn (oder Peczo gen. Antzye) (Peter Dyhrn gen Antcit, * 1319, + 1337, oo mit Katharina, Tochter des Heinrich von Schildberg) zahlt zur Streitbeilegung wegen des Zehnten auf seinem Dorf Gleinig 1 ½ Mark an den Abt in Leubus (Kr. Wohlau)


1376

Erste Erwähnung einer Kirche.


1654

27. Januar Die Kirche wird von der Reduktionskommission geschlossen.


1661
Das Gut Gleinig wird auf Verordnung des Glogauer Amtes an die Gebrüder Dhyrn vermietet.

 

1765

Die kath. Mutterkirche wird mit der Pfarrkirche Kraschen verbunden.


1780

Einrichtung einer evang. Schule


1791

daselbst giebt es eine katholische Filialkirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schule, 1 herrschaftliches Schloß, 2 Vorwerke, 10 Dienstbauern, 14 Frey-, 13 Dreschgärtner, 2 Häusler, 4 Windmühlen, 2 andere Häuser, Summa 50 Feuerstellen.“


1845

57 Häuser, 2 herrsch. Vorwerke, 1 ev. Schule, 1 Lehrer, eingeschult Schlabitz mit Neu-Wartha und Tschiläsen, 1 kath. Mutterkirche, ist seit 1765 mit der Pfarrkirche zu Kraschen verbunden, Patronat Domin., wechselt bei Pfarrwahlen mit Fiskus als Patron zu Kraschen, auch hier Pfarr-Wiedemuth, eingepfarrt Gleinig und Schlabitz mit Neu-Warthe, Gottesdienst wechselnd, 1 kath. Schule der Eingepfarrten, 1 Lehrer, 1200 Schafe, 4 Windmühlen, 1 Brennerei, 4 Handwerker


1883

Der Lehrer Anton Roter aus Wundschütz bei Constadt O.-S. wird zum Lehrer, Küster und Organisten an der katholischen Schule und Kirche zu Gleinig berufen.


1895/98

Rittergut, Nutzungsrecht: Frau Hauptmann von Zobeltitz, Inspektor: Schneider, Amtsvorst., Fläche 552 ha: 381 ha Acker, 69 ha Wiesen, 7 ha Wasser, 70 ha Holz, 19 ha Hof etc, Erdsteuer-Reinertrag 7410 M, Teilhaber an der Guhrauer Zuckerfabrik und Molkerei, englische Fleischschafe


1909

Der Bezirksauschuß, Breslau, 30.1.1909:

Nachdem der Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co. G.m.b.H. in Berlin die Genehmigung zur Vornahme allgemeiner Vorarbeiten zum Bau einer Kleinbahn von Raudten über Köben-Guhrau nach Lissa erteilt worden ist, wird hiermit ... angeordnet, daß die Besitzer der beteiligten Gemarkungen, Handlungen, welche zur Vorbereitung des bezeichneten Unternehmens erforderlich sind, auf ihrem Grund und Boden geschehen lassen müssen. In Betracht kommen im Kreise Guhrau die Gemarkungen: Lübchen, Züchen, Irrsingen, Herrnlauersitz, Kittlau, Kl. Osten, Gr. Osten, Niebe, Neuguth, Alt Guhrau, Guhrau, Tschiläsen, Gleinig, Kahlau, Heinzendorf und Kraschen, im Kr. Steinau die Gemarkungen: u.a. Brödelwitz, Nistiz und Köben.“

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)


Besitzer


(um 1416)

Peter Dyhrn

 

1726

Christoph Ernst von Dyherr auf Urschkau, Niebe und Gleinig


1786/1791

von Stosch


1832-(185x)

Frau v. Zobeltitz, geb. v. Stosch auf Gustau

 

1854

Major a. D. von Zobeltitz

 

1876

Otto von Zobeltitz, Rittmeister und Landesältester


1895/98

Gebr. von Zobeltitz (minorenn), Vormund: v. Roeder, Landeshauptmann von Schlesien auf Ober-Ellguth

 

1913

Walter von Zobeltitz

 

1935

Friedrich von Zobeltitz

 

Bürgermeister

 

1935/1941

Hermann Heinze


kath. Geistliche


1447

Nikolaus Sculteti


(vor 1668)

Melchior Reichel

 

kath. Lehrer

 

1935

Alfons Uske, 1936 auch Schiedsmann in Gleinig und Schlabitz


evang. Geistliche


1634-1638

Christoph Eichhorn


1639-1645

Johann Reiner


1646-1654

Johann Christoph Schupelius

 

evang. Lehrer

 

1935

Böhm

Kutzner


Amtsvorsteher / Stellvertreter

1935

 Fritz Rothe, Bauer, Schlabitz / Max Glüge, Bauer, Gaisbach

1791 371 Ew.

1845 408 Ew.

1919 395 Ew.

1925 544 Ew.

1933 501 Ew.

1939 476 Ew.


letzte Änderung: 21.09.2009