Die Dörfer im Kreis Guhrau

Groß Saul

(1945 Sulów Wielki)

(1787 Kr. Herrnstadt, bis 31.12.1817 Kr. Wohlau)

(ev. Gr. Saul, kath. Herrnstadt, StA Bronau, 1941 StA Kl. Saul, AG Guhrau, Amtsbezirk Bronau, Hebammen-Niederlassungsbezirk Duchen-Zechen)



 

aus: "Presentatio und Beschreibung der Städte, Flecken, Klöster, Schlösser, Rittersitz und adelichen Häusern, Gärten, Kirchen, Dorffschaften etc. der Fürstenthümer Lignitz, Brig und Wolau mit dem District des Fürstentums Trachenberg" von F.B.Wennher, 1750

 

 

 

 

 

 

 

1900

1935

 

 

Kirchenbücher, die vor 1945 vorhanden waren



evangelisch



Taufen ab 1647

Trauungen ab 1648

Tote ab 1659

Konfirmanden ab 1834

Beicht- u. Abendmahlsbücher ab 1825



Duplikate beim Amtsgericht Guhrau



evangelisch



Taufen 1795-1874, es fehlen 1803, 1806-1811, 1815, 1820, 1826/27

Trauungen 1795-1874, es fehlen 1806-1811, 1815, 1820, 1826/27

Tote 1795-1874, es fehlen 1806-1811, 1815, 1820, 1826/27



Kirchenbücher, die nach 1945 vorhanden sind



in polnischen staatlichen Archiven



keine



verfilmte Kirchenbücher bei LDS



keine



Chronik



1475

Die Schölzerei wird erstmalig erwähnt.



1479

Für die Kirche wird eine Mark jährlichen Zinses auf Wüste-Lauersitz gestiftet.



1787

1 evangelischen Kirche, 1 Pfarrwohnung, 1 Schule, 10 Bauern, 1 Gärtner, 2 Gemeinhäusern.

 

1788
Von Oktober 1787 bis Januar 1788 starben 32 Kinder.



1845

27 Häuser, 1 Freischoltisei, 1 ev. Pfarrkirche mit Wiedmuth, eingepfarrt pro on. Gr. u. Kl. Saul und Bronau, pro act. Gr. u. Kl. Räudchen, Zechen. Im Kirchenbuch sind alle Pastoren aufgezeichnet. Vom ältesten Caspar Seifahrt, + 1566, heißt es: er war lange hier Pastor, ihm folgten ohne Unterbrechung evang. Pfarrer, 1 ev. Schule der Eingepfarrten exkl. Zechen, 1 Lehrer, 2 Windmühlen, 4 Handwerker, 1 Krämer, 1 Höcker.



1883

Dem Königl. Kreisschulinspektor Pastor Dr. Wiese in Triebusch wird die Ortsaufsicht über die evang. Schule in Gr. Saul übertragen.

August: Dem Pastor Buhr in Gr. Saul wird die Ortsaufsicht über die evang. Schulen in Gr. Saul und Zechen übertragen.



1909

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)



1928

Im Frühjahr 1928 stieß Gutsbesitzer Franzke beim Pflügen auf zerstörte Gefäße, die ohne Steinschutz im Boden lagen. Er übergab die gesammelten Scherben Lehrer Heinze, Groß Saul, der sie mit anderen Funden dem Breslauer Museum einlieferte (etwa 500 – 400 v. Chr.).



Besitzer



königlich (kgl. Domänenamt Herrnstadt)



Evang. Geistliche



-1566

Caspar Seifahrt, + 1566



-1587

Caspar Seyfert



1587-1589

Michael



1593-1647

Thomas Haupt, vorher Diakon in Herrnstadt



1647-1662

Christoph Fickig



1659-1662

Johann Abraham Müller als Substitut



1662-1669

Johann Abraham Müller



1669-1681

David Reisel



1682-1708

Christian Lerchenberger



1706-1708

Christian Kloß (Klose)



1708-1717

Karl Friedrich Thamale



1717

Johann Gottlieb Reymann



1723-1744

Magister Johann Samuel Krumbholz, dann in Bojanowo



1745-1778

Andreas Wahl



1778-1832

Ludwig Jaerschky



1832-1843

Carl Hermann Ferdiand Müller



1843-1882

Julius Schmidt



1883-1910

Bruno Buhr



1910-1932

Karl Heidrich



1932-1945

Friedrich Penzholz

 

Bürgermeister

 

1935/1941

Fritz Franzke



Frei-, Erb- und Gerichtsscholzen



-1475

Hans Beck, gen. Supko

 

1475-

Mathes Biedermann



1553

Peter Knorr



1586

Gabriel Knorr



1600

Caspar Heinze



1604

Adam Benkel



1636

George Berndt



1650

Melchior Weigt I.



1659

Christoph Büttner



1668

Melchior Weigt II.

(begr. 11.4.1704 Gr. Saul)



1704

David Weigt



1745

Johan George Weigt



1788

Heinrich Weigt



1812

Friedrich Wilhelm Weigt



Lehrer



1727

Kaspar Friedrich Girscher

 

1928

  Fritz Heinze

 

1935

Böhm

Harschneck

Frl. Winkler

 

Einwohnerzahlen



1787 163 Ew.

1790 163 Ew.

1845 166 Ew.

1919 121 Ew.

1925 124 Ew.

1933 124 Ew.

1939 129 Ew.



letzte Änderung: 04.10.2009