Die Dörfer im Kreis Guhrau


Guhren

(1465 Goren, 1945 Górzyn)

(bis 31.12.1817 Kr. Guhrau, ab 1.1.1818 Kr. Steinau, ab 1.10.1932 Kr. Wohlau)

(evang. Deichslau, kath. 1845 Guhren, StA Guhren, Amtsbezirk Guhren)

 

Sportübungslager der LVA


Chronik


1791

faßt in sich 1 herrschaftliches Schloß, 1 Vorwerk, 1 katholische Filialkirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schule, 11 Dienstbauern, 10 Frey- 11 Dreschgärtner, 17 Häusler, 2 Windmühlen, 8 andere Häuser, Summa 64 Feuerstellen, 414 Personen.


1845

51 Häuser, 1 Freischoltisei, 1 herrsch. Vorwerk, 1 evang. Schule mit für Zechelwitz, 1 Lehrer, Collator Grundherrschaft, 1 kath. Mutterkirche, Adjuncte der Pfarrkirche zu Köben St., Wiedmuth 75 Morgen Acker, 8 Morgen Wiese, 2 Gärten, Decem ruht bis auf 6 Scheffel Roggen und 6 Scheffel Hafer, eingepfarrt pro on. Guhren und Mühlgast Gemeinde, Jeden 2. Fest- und 3. Sonntag wird Gottesdienst gehalten. Patron Grundherrschaft mit 2/3 und Gemeinde mit 1/3 der Lasten, Collator Fiskus und Grundherrschaft Guhren alternirend, laut Abkommen zwischen dem Dom zu Glogau und der Grundherrschaft vom Jahr 1776, 1 kath. Schule, 1 Lehrer, Collator Grundherrschaft, 1 Brauerei, 1 Brennerei, 2 Windmühlen, 1 Ziegelei des Dominium (40.000 Dach- u. Mauerziegel), 10 Handwerker, 5 Händler, 950 Schafe, 191 Rinder.


1895

Rittergut, Fläche 522 ha: 299 ha Acker, 27 ha Wiesen, 6 ha Weiden, 181 ha Holzungen, 9 ha Hofraum, Grundsteuer-Reinertrag 7080 M, Ziegelei


1909

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)


1930

Der Sitz des Standesamts Guhren befindet sich in Ölschen.


1931

42 Schüler (15 kath. bes. gastweise die kathol. Schule in Oelschen) in 1 Klasse.


1937

Rittergut ist durch die Deutsche Aussiedlungsbank, Berlin, aufgeteilt worden. Restgut: Besitzer: Neubauer Erich Prasse (seit 1935), Fläche 35 ha, Schwarzbr. Ostfriesen (Herdb.), Schweinezucht und -mast, Rübenbau


1942

In Guhren gibt es ein Teillazarett des Reserve-Lazaretts Steinau.

 

kath. Geistliche

 

1572

Johann Kasel

 

1624

Johann Kehlichen, Sohn von Caspar Kehlichen, Pastor in Köben

 

Besitzer

 

-1787

Baron von Wechmar, * 19.7.1712, + 29.8.1787

 

1788-(1791)

Lieutenant Baron von Wechmar, Sohn des Obristen von Wechmar, ererbt für 42 000 Rtlr.

 

1845

Graf v. Krockow

 

1875

Dr. Gustav von Hederich, Stabsarzt a.D., Amtsvorsteher und Frau Bertha von Hederich, geb. Teichmann

 

1895

Bertha von Hederich, geb. Teichmann, Guhren

 

Bürgermeister

 

1941/1944

Alfred Stark, Bauer

 

evang. Schullehrer

 

Sept. 1816-

Johann Gottlieb Wolff

 

1931

Walter Pohl


1791 414 Ew.

1845 373 Ew.

1925 391 Ew.

1933 361 Ew.

1937 436 Ew.

1939 436 Ew.


letzte Änderung: 15.10.2008