Die Dörfer im Kreis Guhrau

Jästersheim

(1310 Jestremba, 1321 Jestirsim, 1334 Jastirsheym, 1945 Jastrezbia)

(ev. Guhrau, kath. Guhrau, StA Konradswaldau, AG Guhrau, Amtsbezirk Konradswaldau, Hebammen-Niederlassungsbezirk Guhrau-Tschirnau)

 

Schloss, 1909



Chronik



1306

Jästersheim wird Guhrauer Stadtdorf.



1321

Bestätigung der Rechte der Stadt und Verkauf der Hoheitsrechte über Altguhrau, Jästersheim und Kainzen an Guhrau durch Herzog Johann von Glogau. Urkunde ausgestellt in Seitsch am 13. Juli 1321



1328

Gerichtsbarkeit über Jästersheim, Altguhrau, Kainzen, Gaisbach und Tschiläsen an die Stadt Guhrau, ausgestellt in Guhrau am 25. November 1328.



1616

Die Bauern der Stadtdörfer Altguhrau, Jästersheim, Gaisbach und Tschiläsen hatten sich zu beschweren über die Zunftmeister, die dort im Besitz einiger Ackerflächen waren.



1767

Stiftung der evang. Schule.



1791

ist ein Kämmereygut der Stadt Guhrau, hat 1 Schulhaus, 2 Frey-, 12 Dienstbauern, 3 Gärtner, 9 Häusler, 3 Windmühlen, 8 andere Häuser, überhaupt 38 Feuerstellen.



1824

Die Gemeinde wird öffentlich für ihre Bemühungen beim Bau der Landstraße von Guhrau nach Glogau belobigt. Sie hat auf alle Grund-Entschädigungen beim Gradelegen verzichtet und die kleinen Leute, die nicht mit der alten Straße entschädigt wurden, schadlos gehalten.



1845

45 Häuser, 2 herrsch. Vorwerke, 1 Freischoltisei, 1 ev. Schule, 1 Lehrer der Nebenschule in Gaisbach hält, 780 Schafe, 3 Windmühlen, 1 Brennerei, 4 Handwerker, 3 Händler



1869

Der Gutsbesitzer v. Oppen aus Jästersheim wird im Schiedsmann-Amt für die Ortschaften Gaisbach, Guhlau und Jästersheim bestätigt.



1895/1898

Besitzer des Schloßgut: Max Ehrlich, Fläche 141,5 ha: 117 ha Acker, 6,5 ha Wiesen, 12,5 ha Holzungen, 3 ha Weiden, 2,5 ha Hofraum, Garten, Grundsteuer-Reinertrag 2950 M

Besitzer des Gut Nr. 24: Paul Peschel, Fläche 97 ha, Erdsteuer-Reinertrag 2148 M

Besitzer des Gut Nr. 20: Herm. Günther, Fläche 132 ha, Erdsteuer-Reinertrag 1920 M



1926

Nach einer Meldung von Lehrer Grande, Kaltebortschen, war Gutsbesitzer Günther im Januar 1926 beim Planieren einer alten Sandgrube auf ein Gefäß gestoßen, das sich nach seiner Zusammensetzung im Breslauer Museum als frühgermanisch (etwa 500 – 400 v. Chr.) erwies. Eine von Herrn Günther freundlichst unterstützte amtliche Grabung förderte weitere Scherben und verstreuten Leichenbrand zutage. Eine ebenfalls gefundene Steinsetzung steht mit dem Grabe offenbar in keinem Zusammenhang. Für das Heimatmuseum Guhrau zurückgestellt.



1930

Der Sitz des Standesamts Konradswaldau befindet sich in Jästersheim.



Schulzen



um 1664

Wende



1668

Matthes Kuntze



Bürgermeister



1935/1945

Paul Fengler (*1880)



Lehrer

 

1763

Laube

 

1915/1932

Pohl

 

1935

Pohl

Vogt

 

1941

Erhard Stark

 

Einwohnerzahlen

1791 192 Ew.

1845 299 Ew.

1919 312 Ew.

1925 352 Ew.

1933 326 Ew.

1941 339 Ew.



letzte Änderung: 24.02.2010