Die Dörfer im Kreis Guhrau


Konradswaldau

(1310 Conradiswalde, 1791 Conradswalde, 1845 Konradswaldau, 1898 Conradswaldau, 1945 Wroniniec)

(ev. 1845 Guhrau, Schüttlau, kath. 1845 Seitsch, teils auch zu Osten, StA Konradswaldau, AG Guhrau, Amtsbezirk Konradswaldau, Hebammen-Niederlassungsbezirk Konradswaldau-Kahrau)

 


Personenstandsregister, die nach 1945 vorhanden sind


in polnischen staatlichen Archiven


keine


verfilmte Personenstandsregister bei LDS


keine


Chronik


1601

Caspar von Kreckwitz, Erbherr auf Konradswaldau u.a. läßt eine Kirche bauen.


1603

Im Mai wird die Kirche geweiht.


1654

27. Januar Die Kirche wird von der Reduktionskommission geschlossen.

 

1774
Der Gutsbesitzer läßt den Turm der Kirche von Grund aus neu bauen (1774/1775). Der Maurermeister war Conrad von Gaisbach. Der Turmbauer für das Holzwerk war Johann Taddeus Storek aus Allgersdorff bei Böhmisch-Leippe, Kreis Lentruwitz in Böhmen. Das Holzwerk kostet ohne Treppen und Zubehör 55 Rthlr. Der Maurer erhält jeden Tag 10 Silbergroschen. Außerdem wurden die „Hoferäthe“ und der Schaf-, Kutsch- und Ochsenstall erneuert.

 

1791

Conradswalde, begreift unter sich 1 herrschaftlich Schloß, 2 Vorwerke, 1 Pfarrhaus, 1 Schule nebst einer alten, öden Kirche, 3 dienstbare Bauern, 4 Frei-, 16 Dreschgärtner, 1 Häusler, 1 Windmühle, 10 andere Häuser, Summa 40 Feuerstellen, 258 Personen.


1801

Nach dem Stadtbrand in Rawitsch schickt Major von Prittwitz 130 Brote, 3 Scheffel Erbsen und 2 Viertel Graupe nach Rawitsch.


1845

47 Häuser, 2 herrsch. Vorwerke (Ober- und Nieder-Vorwerk), 1 ev. Schule nur für den Ort, 1 Lehrer. Auf der nach Osten zu liegenden Seite stehen noch die Umfassungswände des massiven, von Gemeinde und Domin. unterhaltenen Glockenturmes, und die Wiedmuth einer früheren kath. Kirche. 1069 Schafe, 165 Rinder, 1 Windmühle, 3 Handwerker, 1 Händler


1881

Dorf und Rittergut wechseln von der Distributions-Postanstalt Schüttlau nach Guhrau.


1898

Rittergut mit Vorwerk Oberhof: 1 Inspektor, 1 Assistent, Fläche 503,5 ha: 388 ha Acker, 23 ha Wiesen, 84,25 ha Holz, 2,6 ha Hutung und Wasser, 5,65 ha Unland, Wege, Hofraum etc., Erdsteuer-Reinertrag 7353 M, Dampfbrennerei


1908
Das Fundationskapital der ehem. Kirche von 1500 Rthlr. kommt an die neuerbaute Kirche in Nieder-Schüttlau.

 

1930

Der Sitz des Standesamts Konradswaldau befindet sich in Jästersheim.


Besitzer


1556

Kaspar von Kreckwitz

 

Freiherr Nicolaus Ludwig von Hocke, Capitaine des Moulinschen Regiments

 

1774

Hans Christoph von Hocke, Neffe von Nikolaus Ludiwg von Hocke

 

(1845)-1846

Victor Amadeus Graf von Matuschka


1846-(1898)

Heinr. von Unruh, Landesältester

 

1913

Ernst von Unruh

 

1935

Dr. jur. Leopold von Unruh

 

Bürgermeister

 

1935

Hermann Schön

 

1941

Artur Hoffmann


Evang. Geistliche


1602-1628

Abraham Heydorn oder Haidorn


1639-1646

Samuel Hindenburg

* 24.05.1614 Sagan, studierte in Jena und Wittenburg, wurde 1639 Pastor in Konradswaldau, 1646 an die neugegründete Kirche in Ulbersdorf, 1649-1653 Pastor in Gr. Osten, 1653 in Korangelwitz, dann in Herrnlauersitz, + 13.08.1684


1651-1654

Kaspar Hänsel

 

1876

Böhmer

 

Amtsvorsteher / Stellvertreter

1935

Johannes Lucht, Wirtschaftsinspektor, Konradswaldau / Fritz Siewek, Schuhmacher, Konradswaldau

 

Lehrer (Schulhalter)


1754/57

Scholtz


1764

Järchel

 

1915/1935

Göldner

 

Einwohnerzahlen

1791 258 Ew.

1845 323 Ew.

1919 384 Ew.

1925 378 Ew.

1933 373 Ew.

1939 374 Ew.


letzte Änderung: 23.02.2010