Die Dörfer im Kreis Guhrau


Korangelwitz

(1311 Czichnow, 1337 Czichnau, 1475 „Czechnow, das man jetzunder Korangelwitz nennt“, 1787, 1845 Corangelwitz, 1945 Chor¹gwice)

(bis 31.12.1817 Kr. Wohlau)

(ev. 1845 Gut: Herrnlauersitz, Gemeinde:Rützen, kath. Osten, StALübchen, AG Guhrau, Amtsbezirk Lübchen, Hebammen-Niederlassungsbezirk Osten-Herrnlauersitz)

 

Chronik


1311

Herzog Heinrich IV. gibt das Dorf an Nicolaus, Chorangewicz genannt.


1787

Corangelwitz, hier zählt man 1 herrschaftliches Vorwerk, 4 Bauern, 18 Gärtner, 2 Häusler, 1 Gemeinhaus


1845

32 Häuser, 1 herrsch. Vorwerk, 1 ev. Nebenschule, vom Lehrer aus Lübchen besorgt, 1 evang. Begräbniskirche, 4 Handwerker, 3 Kähne zu 47 Last.


Besitzer


-1554

Melchior von Kreckwitz, + 1554


1554-

Anna von Kreckwitz, geb. von Kottwitz, +1597

 

1611

Hans von Dyhrn und Deutschkessel auf Lübchen und Korangelwitz

 

Anna von Dyhr, geb. von Haugwitz


Anna von Sack, geb. von Dyhr


Hans Friedrich von Sack, ihr Sohn


Heinrich Oswald von Sack, sein Sohn


Johann Oswald von Sack, sein Sohn

 

1726

Hans Oswald von Sack

 

1777

Geheimer Justizrat von Schweinitz

 

-1787

Hans Ludwig von Schweinitz


1787-

von Schweinitz auf Alt-Rauden, sein Sohn (30 000 Rtlr.)

 

1796

von Lieres und Wilkau

 

1845

Landschafts-Dir. von Lieres'sche Erben

 

1847

Graf Stillfried-Rattonitz

 

1853-(1857)

Hr. von Nostiz auf Lübchen

 

1876/1895

Otto von Jagow, Rittm. a.D. auf Lübchen

 

1903

Johannes und Clementine von Francken-Sierstorpff

 

1935

H. Fricke, Landwirt

 

Bürgermeister

 

1935/1941

Karl Elsner

Bauer, Schiedsmann in Korangelwitz und Lübchen


Erbschulzen


1465

Thomas, Erbscholz auf Cleyn-Cychnow


1787 205 Ew.

1845 236 Ew.

1919 144 Ew.

1925 157 Ew.

1933 176 Ew.

1939 155 Ew.


aus „Schlesische Glocken in bayrischen Kirchen“ in „Jahrbuch für schlesische Kirchengeschichte“ Bd. 60/1981:


Der Ort gehörte zur Kirchengemeinde Rützen und die Glocke war auf einem aus Balken gezimmerten Läutegestell Bet- und Friedhofsglocke. Im Zeitalter der Gegenreformation durften Gutsbesitzer für sich persönlich eine Kapelle erbauen, die aber der Gemeindenicht zur Verfügung stehen durfte. Sie steht schon lange nicht mehr, ebenso nicht die Kirche in Rützen. Die Glocke hat ein Gewicht von 126 kg und eine Höhe von 54 cm. Die abfallende Kronenplatte hat einen niedrigen Rand; sie ist bedeckt mit einem Fries von stehenden Akanthusblättern. Zwischen 2 Stegen lautet die Inschrift: „Sit nomen Domini benedictum Anno 1660“. Der Rest der Seite ist mit einem Rankenfries und einer Kopfmaske bis ziemlich weit nach unten bedeckt. Die Blätter wechseln: je 1 Akanthus- und ein anderes Blatt. Darunter dann folgende Inschrift: „1) Johannes Schrötter / gos mich in Liegnitz. 2) Georg Ernst / von Tschammer-“ An der Bügelvorderseite befindet sich noch ein Blütenornament. Heute läutet diese Glocke in Ulsenheim, Kr. Neustadt a.d.Aisch-Bad Winsheim, zusammen mit einer Glocke aus Prausnitz Kr. Jauer.


letzte Änderung: 20.01.2009