Die Dörfer im Kreis Guhrau


Nährschütz

(auch Nehrschütz, 1310 Nehersitz, 1791 Nerschütz, 1945 Naroczyce)

(bis 31.12.1817 Kr. Guhrau, ab 1.1.1818 Kr. Steinau, ab 1.10.1932 Kr. Wohlau)

(evang. Köben St., kath. Köben, StA Köben Oder, Amtsbezirk Radschütz)


Chronik


1791

begreift in sich 1 herrschaftliches Schloß, 2 Vorwerke, 1 Schulhaus, 4 Bauern, 27 Gärtner, 2 Häusler, 1 Wasser- 1 Windmühle, 7 andere Häuser, in allem 45 Feuerstellen


1818

Oktober: Die verehelichte Frau Landräthin von Hugo, geborne Freyin von Richthofen hat für die evangelische Schule zu Nehrschütz eine Fundation von 500 Rthlr. und zwar dergestalt errichtet, daß von den Zinsen dieses Capitals das Schulgeld für arme Kinder aus dasiger Gemeinde berichtigt werde. Der gegenwärtige Besitzer von Nehrschütz, der königl. Ober-Amtmann Herr Kunzendorf will, zur Sicherstellung dieses Stiftungs-Capitals, einen Pfandbrief ankaufen lassen und das erforderliche Agio selbst zuschießen.


1845

56 Häuser, 2 herrsch. Vorwerke, 1 evang. Schule mit für Läskau und Gurkau, 1 Lehrer, 1 Brauerei, 1 Brennerei, 1 herrsch. Ziegelei (65.000 Dach- und Mauerziegel 1840), 6 Handwerker, 2 Hausierer, 12 Kähne zu 304 Last, 1600 Schafe, 200 Rinder


1883

Die Stellenbesitzer Wilhelm Lepke und Karl Tietze in Nährschütz erwerben eine Parzelle von 2,4 ha aus dem aufgelösten Schutzbezirk Bautke der Oberförsterei Schöneiche.


1894

Rittergut mit Vorwerk Wilhelminenthal, Inspektor Mönch, Fläche 1017 ha: 539 ha Acker, 71 ha Wiesen, 271 ha Holzungen, 42 ha Weiden, 77 ha Gewässer und Wege, 17 ha Hof, Erdsteuer-Reinertrag 10 258 M, Brennerei, Ziegelei


1909

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)


1931

Schulverband mit Gurkau. 34 Schüler in 1 Klasse.


1937

Waldgut mit Forsthaus Wilhelminenthal, Besitzer Fritz Strach (seit 1904), Förster Carl Kolodziek in Wilhelminenthal, Fläche 343 ha, Rationeller Waldbau


Besitzer


-1788

Frau Baron von Kottwitz


1788-

Frau von Rieben auf Deichslau (zusammen mit Läskau 60 000 Rtlr.)

 

1791

Freyherr v. Kottwiz


1818

königl. Ober-Amtmann Herr Kunzendorf


1845

Fr. Oberamtmann Kunzendorf nebst Kindern

 

1876

Otto Fischer


1894

Edmund von Reisner, Landesältester auf Heidersdorf, Kr. Nimptsch


Bürgermeister


1941/1944

Paul Hübner, Gasthofbesitzer


Lehrer


1883-

Hermann Reiche, Schulamtskandidat aus Wilkau


-1883

Richard Dietrich, dann in Ernsdorf, Kr. Reichenbach


1931

Erich Schönfelder


Einwohner


Nickel Richter, Erbscholze, + vor 1687

Auguste Selma BAUDE, * 10.11.1874 Sophienthal, Kr. Guhrau ( Eltern: Julius BAUDE, Müllermeister und späterer Gemeindevorsteher, evang., Sophienthal; Mutter: Louise BAUDE, geb. HOFFMANN, evang. Sophienthal), oo Sophienthal, Kr. Guhrau 5.8.1905 mit Johann Ernst Gustav FIEBIG, Müllermeister, Wittwer, * 10.11.1866 Nährschütz, Kr. Steinau, wohnhaft zu Ibsdorf, Kr. Steinau (Vater: Johann Gottlieb Eduard FIEBIG, verstorbener Müllermeister, zuletzt wohnhaft in Kunzendorf; Mutter: Johanne Christiane geb. SEIDEL), Zeugen: Müllermeister Emil FIEBIG, 32 Jahre alt, wohnhaft in Zeisdorf, Kr. Sprottau, Stellenbesitzer Robert BAUDE, 40 Jahre alt, wohnhaft in Schimanowo Kr. Rawitsch


1791 277 Ew.

1845 502 Ew.

1933 511 Ew.

1937 480 Ew.

1939 500 Ew.


letzte Änderung: 01.11.2007