Die Dörfer im Kreis Guhrau


Rützen

(einst Ryczin, 1310 Reocena, 1383 Riczin, 1945 Ryczen)

(1787 Kr. Rützen)

(ev. Rützen, kath. Osten, 1876/1898 StA Rützen, 1930 StA Osten, AG Guhrau, Amtsbezirk Rützen, Hebammen-Niederlassungsbezirk Guhrau-Tschirnau)


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aus: "Presentatio und Beschreibung der Städte, Flecken, Klöster, Schlösser, Rittersitz und adelichen Häusern, Gärten, Kirchen, Dorffschaften etc. der Fürstenthümer Lignitz, Brig und Wolau mit dem District des Fürstentums Trachenberg" von F.B.Wennher, 1750

 

 

 

 

"Kirchenchronik von Rützen" von Max Runge, 1912

(als PDF-Datei)

 

 

Brief von Rützen (Poststempel Niebe) nach Alt-Kloster, Prov. Posen, 1888


Kirchenbücher, die vor 1945 vorhanden waren

 

Kirchensiegel der evang. Kirche Rützen

 

evangelisch


Taufen ab 1667, es fehlen 1717-1718, 1696-1758 auch in kath. KB Gr. Osten

Trauungen ab 1667, es fehlen 1717-1718

Tote ab 1667, es fehlen 1717-1718

Konfirmanden ab 1821

Beicht- u. Abendmahlsbücher 1719-1807


Duplikate beim Amtsgericht Guhrau


evangelisch


Taufen 1838-1874

Trauungen 1838-1874

Tote 1838-1874


Kirchenbücher, die nach 1945 vorhanden sind


Die evang. Kirchenbücher sollen im Keller der Kirche „Zum Schifflein Christi“ in Glogau eingelagert worden sein und dort 1945 beim Brand der Kirche während der Belagerung vernichtet worden sein.


in polnischen staatlichen Archiven


keine


verfilmte Kirchenbücher bei LDS


keine


Personenstandsregister, die nach 1945 vorhanden sind


Nach Auflösung des Standesamts Rützen kamen die Register zum Standesamt Osten.


Archiwum Panstwowe we Wroclawiu

ul. Pomorska 2

PL 50-215 Wroclaw


Geburten 1889

Heiraten 1893

Tote 1880-1891


verfilmte Personenstandsregister bei LDS


keine


Chronik


1262

Erste Erwähnung in einer Urkunde Herzogs Konrad von Glogau vom 26.Februar 1262, in welcher der Bischof Thomas bei Gelegenheit eines Gütertausches noch einige Ackerstücke in Riczen zugibt.


1310

Rützen gehört zum Weichbild Guhrau.


1318

Es gibt eine Kirche.


1345

Rützen gehört Heinrich von Biberstein.


1353

Herzog Johann von Steinau verkauft „das Haus Riczen – gar und zumal alz es der Heinrich von Bebirsteyn, vom Stolze genannt, erblich von uns gehabit um 200 Mark Groschen polnischer Zahl – und die Mesericz, da gelegen ist czwischen der Odir und der Baracz“ an Heinrich V. von Glogau.


1375

Bei der Teilung von Guhrau bekommt Rützen ein eigenes Weichbild, das von Lübchen bis Herrnlauersitz reichte.


1494

König Wladislaw von Böhmen schenkt die Freie Standesherrschaft Militsch mit Rützen, Winzig und Herrnstadt an seinen Kämmerer, Freiherrn Sigismund von Kurzbach


1513

Die Söhne Sigismund von Kurzbachs, Johann und Heinrich, teilten ihr Erbe. Johann erhielt die Freie Standesherrschaft Militsch mit Rützen und Herrnstadt.


1525

Die Söhne Sigismund von Kurzbach (s. 1494), Hans und Heinrich, verkauften Herrnstadt, Winzig und Rützen an den Herzog Friedrich II. von Liegnitz-Brieg.


1535

Die Stadt Winzig erhält das Recht auf alleinige Belegung des Herrnstädter und Rützener Weichbildes mit Winziger Bier.


1547

In einem Verzeichnis von 1547 werden die beiden Deputirten der „Städte Guhrau und Rützen“ unter den Beisitzern des Zaudengerichts für diesen Bezirk aufgeführt.


1654

Am 24.05.1654 findet in Rützen ein Kreistag statt.

Auf Einspruch der betroffenen Städte wird das Recht der Stadt Winzig auf alleinige Belegung des Herrnstädter und Rützener Weichbildes mit Winziger Bier aufgehoben.


1657

Am 23. August genehmigt Herzog Christian von Liegnitz den Bau einer neuen (Grenz-)Kirche.


1662

Errichtung der neuen Kirche.


1671
Im Urbarium werden die neue Kirche, die neue Schmiede, der neue Kretscham, das neue Brau- und Malzhaus, ein altes Häuschen und das Weinhaus erwähnt.

 

1732

Reichshofrat Freiherr von Roth errichtet eine Tuchmacherinnung.


1787

in diesem Dorfe sind 2 herrschaftliche Vorwerke, wovon eins Heydevorwerk heißt und besonders liegt; 1 Schloß, 1 evangelische Kirche, 1 Pfarr-, 1 Schulhaus, 9 Bauem 19 Gärtner, 37 Häusler, 1 Wassermühle, 1 Windmühle, 2 Gemeinhäuser, und 346 Menschen, worunter verschiedene Tuchmacher befindlich. - hier soll nach einiger Meinung das Bisthum von Schmorga versetzt, einige Jahre gestanden seyn.


1789
Durch Kabinettsordre vom 24.03.1789 wird Rützen Fideicommiß.

Vom Gutsbesitzer wird der Ziergärtner George Fröhlich eingestellt. Er soll u.a. die Baumschule und den Weinberg besonders pflegen. Sollte Wein verkauft werden, erhält er 3 Silbergroschen Stammgeld je Reichstaler.

 

1818

Mai: Nach dem Genuß einer Wasserschierlingswurzel starben 2 Kinder des Tagelöhners Langner.


1820-22

Bau einer neuen Kirche.

 

1824

Errichtung des Kirchturmes


1825

Das Dominium Rützen hat, um den Unterricht der Schulkinder in der Baumzucht entgegen stehenden Hindernissen vorzubeugen und diesen Unterricht zu befördern,

1) einen nicht unbedeutenden Theil seines Obstgartens für die Schule zum praktischen Unterricht in der Baumzucht abgetreten,

2) seinem, als sehr erfahren und als sehr verständig bekannten Obst- und Zier-Gärtner den Auftrag gegeben, den Kindern in dem letzten Jahre ihres Schulunterrichts wöchentlich 2 Stunden Mittwochs und Sonnabends in der Baumzucht praktischen Unterricht zu ertheilen,

3) zur Aufmunterung erhält jeder Knabe für jeden, durch ihn veredelten und angekommenen Baum 1 Sgr. Cour. als Belohnung, und hat außerdem

4) das Recht, bei seinem Ausscheiden aus dem Unterricht sich von jeder Sorte der von ihm veredelten Bäume einen Stamm nach seiner Auswahl als sein Eigenthum mitzunehmen.“


1845

Renovierung des Kircheninneren

73 Häuser, 1 schönes gräfl. Schloß, 1 herrsch. Vorwerk, 1 ev. Pfarrkirche gegr. 1660, verbunden mit Herrnlauersitz, wo beide Pastoren wohnten, bis 1828 seitdem getrennt, nach freier Übereinkunft der Patrone mit höherer Genehmigung, eingepfarrt pro on. Rützen, Kittlau, Korangelwitz, Gemeinde, Niebe, Gr. u. Kl. Osten, 1 ev. Schule mit für Kolonie Rothenhain, 1 Lehrer, 968 Schafe, 328 Rinder, 1 Wassermühle, 2 Windmühlen, 1 Brau- u. Brennerei, 1 Ziegelei (68100 Mauer-, Dach- und Hohlziegel), 19 Handwerker, 8 Händler. Der Ort soll (nach Schmogra) Anfang des 11. Jahrhunderts Sitz des schlesischen Bistums und eine Stadt gewesen sein. (vergleiche deshalb den Artikel Ritschen), an der Bartsch, über welche hier eine Brücke mit Brückenzoll, eine Wasserkunst, ein Schöpfrad, von einem Ochsen gedreht, hebt das Wasser in Röhren, die es dem Schloß auf der Höhe zuführen.


1859

Errichtung einer neuen Orgel durch Gebr. Walter, Guhrau

 

1865
Aus dem Erbe des Besitzers Wilhelm von Carmer erhält die Kirche 200 Taler und die Schule 200 Taler.


1883

Dem Pastor Nürnberger in Rützen wird die Ortsaufsicht über die evang. Schulen in Rützen, Gr. Osten und Lübchen übertragen.

 

1888
Aus dem Erbe von Gräfin Luise Henriette Karoline von Carmer wird der Kirche 2400 Mark und der Schule 900 Mark mit der Bestimmung, daß die Zinsen dem Geistlichen und dem Lehrer zukommen soll.


1894/1898

Majoratsgut, mit Bartsch- und Heidevorwerk: Insp.: Lohmeyer (1894), Jacobi, Amtsvorst. (1898), Fläche 1403 ha: 302 ha Acker, 161 ha Wiesen, 76 ha Weiden, 804 ha Holzungen, 2 ha Wasser, 58 ha Hofraum, Grundsteuer-Reinertrag 8592 M


1909

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)

 

1912
In der Kirche sind folgende Epitaphen vorhanden:
1. für Christoph von Haugwitz den jüngeren, + 1551, mit Bild seiner Familie
2. hohes Epitaph der Familie Oswalds von Tschammer des älteren + 1551 mit Adam + 1554, Abraham + 1565 als fürstbischöflicher Hofmarschall, Konrad, + 1555 gegen die Türken
3. für Oswald von Tschammer aus Tschirnau , + 1561 nebst Ehefrau
4. für Ernst von Tschammer + 1558 und Ehefrau + 1566
5. für Wolfram von Tschammer und Ehefrau Anna, geb. von Stosch
6. mit der Taufe Christi für Hans von Haugwitz aus Rützen, + 1587 und seine Ehefrau Katharina geb. von Tschammer aus Osten, + 1586
7. Gedenktafel für zwei 1586 und 1587 verst. Kinder
8. schönes Epitaph für Abraham von Stosch aus Rützen, + 1594, Gemahl der Barbara geb. von Haugwitz, + 1615
9. Grabstein für Katharina von Dyhr + 1582
10. von Kreckwitz aus Birkendorf, + 1586
11. Margarete von Lestwitz, + 1590
12. Anna von Kreckwitz-Korangelwitz geb. von Kottwitz-Köben, + 1597


1935

Instandsetzung und Modernisierung der Kirche.


1945

Das Schloß mit der Bibliothek verbrennt.


Kathol. Geistliche


1318

Johannes


Evang. Geistliche


bis 1819 Pfarrverbund mit Herrnlauersitz

 

1654-1684

Samuel Hindenburg

* 24.05.1614 Sagan, studierte in Jena und Wittenburg, wurde 1639 Pastor in Konradswaldau, 1646 an die neugegründete Kirche in Ulbersdorf, 1649-1653 Pastor in Gr. Osten, 1653 in Korangelwitz, dann in Herrnlauersitz, + 13.08.1684

 

1684-1708

Gottfried Gräber

* 07.07.1648 Lissa, besuchte die Gymnasien Brieg, Breslau, Thorn, die Universität Wittenberg, wurde 1670 Magister, 1672 Pastor in Röhrsdorf, 1676 Diakonus in Schlichtingsheim, 1680 Sekundarius 1684 Primarius in Herrnlauersitz und Rützen, hielt 1708 die Abschiedspredigten, wurde 04.10.1712 Fürstentumssuperintendent in Wohlau, oo 1677 Schlichtingsheim mit des Pastors Gerlach Tochter (verw. Schramm), + 16.12.1721

 

1708

Johannes Thamm

* Freiburg 26.02.1650, Schule in Freiburg und Breslau, Universität in Leipzig und Jena 1671, war Hauslehrer in Priesnitz und in Wendstadt bei von Unruh, 1684 Sekundarius 1708 Primarius in Herrnlauersitz und Rützen, + 6. n. Trinit. 1708, oo Wittwe Pastor Pauli, geb. Hindenburg

 

1708-1719

Christian Gottlieb Unger

* Kolzig 17.11.1671, Schule in Raudten, Bautzen, Görlitz, Universität in Leipzig 1694, 1708 Pastor in Gr. Rinnersdorf, + 16.10.1719, oo Eleonore Concordia Stoll

 

1720-1730

Josias Gottfried Neander

* Schönbrunn b. Görlitz 27.01.1681, studierte in Wittenberg, 1708 Pastor in Oberau, 1730 in Rawitsch, + 01.08.1748

 

1730-1745

Wenzeslaus Sigismund Gerhard

* Rausse, studierte in Wittenberg und Jena, wird Magister, 1720 Pastor in Wersingawe, 1728 Pastor in Löwen, oo mit Eva Helene Hermann (Tochter des Pastors Leonhard David Gerhard Hermann in Massel), Sohn: David Gottfried (* 09.05.1734)

 

1745-1760

Gottfried Wilhelm Brun

* Bernstadt 07.04.1719, Gymnasium Breslau, 1739 Universität Jena, 1743 Substitut in Hünern b. Breslau, 1744 Pastor in Hünern b. Wohlau, 1760 Pastor in Lüben und Senior des Kreises Lüben

 

1820-1832

Carl Christian Wilhelm Conrad

* 02.06.1788 Polgsen, Hauslehrer, 11.05.1820 Antrittspredigt in Rützen, 1732 Pastor in Gr. Wandris, Emeritus in Liegnitz, + Liegnitz 03.09.1872, nicht verheiratet


1832-1834

Wilhelm Becker

* 24.10.1801 Sprottau, Vater Ratmann und Gastwirt Becker in Sprottau, Hauslehrer beim Oberamtmann Liborius in Köben, oo Adelheid Agnes Liborius (ooII. Goldbach), + 05.05.1834


1835-1857

Friedrich Adolf Patrunky

* 30.09.1809 Halbau, Vater Kantor in Halbau, Gymnasium in Sorau, 1827-1830 Universität Breslau, 12.03.1835 Pastor in Rützen, 16.04.1857 pensioniert, + Weichau 17.11.1857, unverheiratet


1857-1865

Julius August Adolf Textor

* 04.01.1813 Guhrau, Vater Stadtsekretär in Guhrau, Schule in Züllichau, 1835-1838 Universität in Breslau, 1838-1848 Hauslehrer in Leisewitz und Cranz b. Dyhernfurt, 1848-1857 Rektor in Guhrau, 21.06.1857 Pastor in Rützen, + 14.07.1865, unverheiratet


1866-1871

Ferdinand Wilhelm Gustav Herrmann

oo Marie Henschel (Tochter des Gerichtsboten Henschel in Posen), 1871 in Neustädtel


 Mai 1871 - Oktober 1882

Hugo Oswald Ferdinand Nocke

* 10.06.1842, oo Lina Hiersemenzel (Tochter des Kaufmanns H. in Liegnitz), ordiniert 1870, 1882-1884 Pastor in Lossen-Perschütz, 1884- 1899 Pastor in Tentschel


 Mai 1883-1885

Adolf Carl Gustav Nürmberger

Vater Pastor in Zobten am Bober, oo Elisabeth Grooß (Tochter des Militäroberpfarrers Grooß in Halle), 1885 Pastor in Cöthen in der Mark, danach in Friedersdorf, in St. Paul in Berlin, Superintendent in Seelow, danach in Angermünde


1885-1914

Paul Friedrich Pravoslaw Maximilian Runge

* 23.09.1856 Hoyerswerda, Vater Kreisrichter Runge in Hoyerswerda, oo Alma Hohenthal (Tochter des Militäroberpfarrers a.D. und Konsistorialrats Hohenthal in Halle), Schule in Berlin und Züllichau, Universität in Berlin, Tübingen und Breslau, 1884 Vikar in Königshütte, 1885 Vikar in Laurahütte, 21.12.1885 Pastor in Rützen, 1893 Kreisschulinspektor für die Landschulen der westlichen Kreishälfte (nebenamtlich)


1915

Paul Roettig


1916-1927

Ernst Wüste


1928-1931

Fritz Bürgel


1931-1935

Vakanz


1935-1945

Helmut Anlauf


Besitzer


Christian von Haugwitz


von Haugwitz


25.03.1580-1594

Abraham von Stosch (+ 17.3.1594), oo Barbara von Haugwitz


1594-1611

Barbara von Stosch, seine Witwe (+18.4.1615)


26.4.1611-

Hans von Dyhrn und Deutschkessel auf Lübchen und Korangelwitz, oo Anna von Haugwitz

 

1671-

Herzog Christian von Liegnitz

 

1675-1680

Hans Adam von Posadowsky

kaiserlicher Rat und Landeshauptmann des Fürstentum Brieg und zugehöriger Weichbilder sowie des Weichbildes Ohlau

 

1680-1695

Friedrich von Roth (+ 01.03.1695)

Kanzler, 10 000 Floren

 

1695-1714

Adam Philipp von Roth

sein Sohn, oo Eva Catharina von Prittwitz, Besitzer von Rützen, Mechau und Irrsingen, Tschentsche des Zaudengerichts und Kircheninspektor der Kirchen im Kreis Rützen, + 04.12.1714 Breslau, begraben Kirche Rützen

 

1714-

Hans Friedrich von Roth

ältester Sohn von Adam Philipp von Roth, seit 1730 Reichsfreiherr, kaiserlicher Reichshofrat und königlich Großbritannischer und fürstlich Braunschweig-Lüneburgischer Hof- und Justizrat in Breslau, bis 1755 Kircheninspektor beider Kirchen Rütznischen Kreises

 

-1765

Johann Heinrich Kasimir Graf von Carmer

Großkanzler des Königreiches Preußen, wirklichen geheimen Staats- und Justizminister, Ritter des Schwarzen Adlerordens

 

1765-1771

General von Roell (80 000 Taler)


1771-1801

Johann Heinrich Kasimir Graf von Carmer

Großkanzler des Königreiches Preußen, wirklichen geheimen Staats- und Justizminister, Ritter des Schwarzen Adlerordens, + 23.05.1801 Rützen

 

1801-1841

Hans Heinrich Wilhelm von Carmer

Sohn von Johann Heinrich Kasimir von Carmer, Graf, Kammergerichtsrat, Domherr, Landrat, * 03.10.1772, + 01.02.1841

 

1841-1865

Wilhelm von Carmer

Sohn von Hans Heinrich Wilhelm von Carmer, Graf, Besitzer von Rützen, * 15.10.1798, + 10.08.1865

 

1865-1879

Wilhelm von Carmer

Sohn von Julius August Alexander von Carmer, * 26.12.1847, + 12.01.1879


1879-(1898)

Friedrich Graf von Carmer

Besitzer von Gr. Osten und Rützen, Major a.D., Rechtsritter des Johanniterordens, Königl. Kammerherr und Schloßhauptmann von Breslau, Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit und des deutschen Reichstages, Landschaftsdirektor der Liegnitzer Fürstentumslandschaft, Senator der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, erster Kurator der von Lestwitzschen adligen Fräuleinstiftes, oo 1878 Freda von Prittwitz und Gaffron

 

1935

Hans-Erich Graf Carmer, Majoratsbesitzer

 

Bürgermeister

1935/1941

Hermann Peter


Erbschulzen


1608

Georg Weigt


1671

Hans Trunke


Amtsvorsteher / Stellvertreter

1935

Peter, Gemeindevorsteher, Rützen / Gustav Burkert, Bauunternehmer, Altguhrau

 

Lehrer

 

1683

Georg Jahn

 

-1712

Förster

 

Bock

 

Kunitz

 

Richter

 

Folke

 

1812-1858

Gottlob Nerlich

 

1858-04.10.1875

Gotthold Kiefert

 

1875-

Hermann Baier

aus Kottwitz, Kr. Glogau

 

10.07.1878-

Louis Riediger

* 09.01.1855 in Graben

 

1935

Roschke

 

Einwohner


Caspar Sommer, Gärtner, + vor 1677

George Fröhlich, 1789 Ziergärtner auf dem Gut

Artur PRENGEL, Forstverwalter, Rützen, 1935 1. Stellvertr. Beisitzer aus dem Stand der Arbeitnehmer im Versicherungsamt für den Kreis Guhrau einschl. der Städte

Carl Wuttig, Dachpappen (1876)
 

1787 346 Ew.

1845 553 Ew.

1919 394 Ew.

1925 399 Ew.

1933 370 Ew.

1939 360 Ew.


Meseritz (von poln. miedzy – mitten und poln. rzeka – Fluß) bezeichnet eine Landschaft zwischen zwei Flüssen.

Ritschen: ein Pfarrdorf nördlich von Brieg, rechts der Oder, welches noch 1456 stand. Über die Schenkung des Ortes an den Pfarrer zu Ritschen ist eine Urkunde Herzogs Heinrich III. von Breslau aus dem Jahr 1264 vorhanden. In den Übersichten der Verhandlungen und Veränderungen der schles. Gesellschaft für vaterländische Cultur Jg. 1837 Beil Nr. II S. 117/118 und Jg. 1838 Beil. III S. 144/145, weist der verdienstvolle Archivrat Stenzel urkundlich nach, daß jenes Ritschen unbezweifelt, einerlei sei mit den von böhmischen und schles. Geschichtsschreibern angeführten Burg Reczen, die auch Redsen, Retsen, Retschen und Rezen geschrieben wird und bisher irrig auf Rützen im Guhrauischen gedeutet wurde. Der Ritschner oder Ritscher Wald, zwischen Rodelwitz und Scheidelwitz im Briegschen ist noch vorhanden, und in ihm sind unleugbare Spuren von den Überbleibseln einer alten Burg auf einem Hügel entdeckt, auch ist hierunter ohne Zweifel, daß Reczen oder Ritschen zu verstehen, welches nach Schmogra für den zweiten Sitz des schles. Bistums gehalten wird. Eine Nachricht a.a. Ort nennt den Ort auch Villa Ruyczuyn Olaviensis districtus, welcher Distrikt wirklich so weit reichte.

 

letzte Änderung: 04.02.2009