Die Dörfer im Kreis Guhrau


Stroppen

(1253 Strupin, 1945 Strupina)

(Ortsteil von Seiffersdorf, Gemeinde Seiffersdorf, 1876/1930 StA Stroppen, 1941 StA Seiffersdorf)


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Standesamt siehe Seiffersdorf


Chronik


1253

Boleslaus II. bestätigt zu Neumarkt am 19. Dezember dem Stift Leubus den Tausch der Dörfer Strupina und Gola gegen Pogolow und Wissenowitz.


1791

hat 1 herrschaftliches Wohnhaus, 1 Vorwerk, 10 Frey-, 6 Dreschgärtner, 1 Häusler, 1 Windmühle, 2 andere Häuser, zusammen 22 Feuerstellen


1845

25 Häuser, 1 herrsch. Vorwerk, 1 Windmühle, 1 Brau- u. Brennerei, 3 Handwerker, 1 Krämer


1894

Rittergut, Inspektor: Schnitzer, Fläche 232 ha: 119 ha Acker, 98 ha Wiesen, 2 ha Holzungen, 3 ha Hofraum, Grundsteuer-Reinertrag 3303 M, Zucht und Ankauf von Jungvieh


1898

Rittergut: Fläche 221, 75 ha: 115 ha Acker, 100 ha Wiesen, 3,75 ha Holzungen, 3 ha Hofraum, Grundsteuer-Reinertrag 3303 M

hierzu Erbscholtisei Seiffersdorf Fläche 85 ha, Erdsteuer-Reinertrag 1250 M, Zucht und Ankauf von Jungvieh, Schweinezucht, Wiesenmelorationen, Moorkulturen, Weidenanlagen, Feldobstbau


1928

Im September 1927 erhielt das Schlesische Museum für Kunstgewerbe und Altertümer Breslau durch Lehrer Grande, Kaltebortschen Kenntnis von einem Grabfunde, der einige Zeit vorher bei Dränagearbeiten auf dem zur Besitzung des Landwirtschaftskammerpräsidenten Amtsrat von Bernuth, Heinzendorf, gehörenden Gute Stroppen zum Vorschein gekommen war. Im Herbst 1927 und 1928 wurden Grabungen des Museums durchgeführt. An 28 Stellen wurden Gräber und Brandstellen gefunden. Sie enthielten Waffen (Lanzen), Keramik (Urnen, Becher, Schalen, Vasen) sowie weitere Geräte (Scheren, Messer u.a.), die auf die erste Hälfte des dritten Jahrhunderts n. Chr. datiert werden. Das Stroppener Gräberfeld mit dem ihm ähnlichen Brandgräberfeldern im schlesisch-posenschen Grenzgebiet einschließlich der Siedleminer Hügelgräber wird einer östlichen Wandalengruppe zugeschrieben, die bis in die späte (römische) Kaiserzeit an der Brandbestattung festhält und bereits im dritten Jahrhundert gewisse provinzialrömische Kulturelemente in sich aufgenommen hat.


1930

Der Sitz des Standesamts Stroppen befindet sich in Seiffersdorf.


Besitzer


-1772

Sigismund Wladislaus von Lucke und Kursko

* 1706 Belencin, + 16.08.1772 Stroppen

 

Freyherrn v. Buddenbrock

 

-1789

Baronesse von Buddenbrock


1789-

Hr. v. Trütschler, Hauptmann beim Grafen Anhalt

 

-1796

Balthasar Florian von Seydlitz-Kurzbach


1845/64

Land- u. Stadt-Gerichts-Kanzellei-Director Sprenkmann zu Lissa

 

1876

Robert Sprengmann


1894

Waldemar Freiherr von Loën, Rittm. a.D.


1898

Walter Szmula, Lieut. a.D.


1925-1930

von Bernuth, Landwirtschaftskammerpräsident, Amtsrat, auf Heinzendorf


1930

zu Siedlungszwecken verkauft


1791 124 Ew.

1845 148 Ew.

1919 116 Ew.


letzte Änderung: 05.10.2009