Die Dörfer im Kreis Guhrau



Triebusch

(1920 Trzebosz)

(1787 Kr. Herrnstadt, bis 31.12.1817 Kr. Wohlau)

(ev. Triebusch, kath. Herrnstadt, StA Triebusch, Amtsbezirk Triebusch, AG Guhrau)



Kirchenbücher, die vor 1945 vorhanden waren



evangelisch



Die ältesten Kirchenbücher ab 1580 sind im Dreißigjährigen Krieg verloren gegangen.



Taufen ab 1607, von 1634 bis 1650 keine Eintragungen

Trauungen ab 1650

Tote ab 1650



Duplikate beim Amtsgericht Guhrau



evangelisch



Taufen 1794-1874, es fehlen 1834/35

Trauungen 1794-1874, es fehlen 1834/35

Tote 1794-1874, es fehlen 1834/35



Kirchenbücher, die nach 1945 vorhanden sind



Archiwum Panstwowe w Poznaniu

ul. 23 Lutego 41/43

PL 60-967 Poznan



evangelisch



Taufen 1656-1940

Trauungen 1656-1940

Tote 1656-1941



verfilmte Kirchenbücher bei LDS



evangelisch



Taufen 1607-1634, 1656-1869

Trauungen 1656-1870

Tote 1656-1865



Personenstandsregister, die nach 1945 vorhanden sind



(Aus Eintragungen ergibt sich, daß die Bücher in der Zeit von 1941 bis 1950 im Standesamt Bojanowo lagerten.)

 

Urzad Stanu Cywilnego w Bojanowo

Rynek 12

PL 63-940 Bojanowo



Geburten 1898-1921

Hochzeiten 1898-1921

Tote 1898-1921



Archiwum Panstwowe w Lesznie

ul. Boleslawa Chrobrego 32

PL 64-100 Leszno



Geburten 1874-1893

Hochzeiten 1874-1893

Tote 1874-1893



verfilmte Personenstandsregister bei LDS



Geburten 1874-1888

Hochzeiten 1874-1888

Tote 1874-1888



Chronik



1406

Im Dorf Triebusch wird mit deutschem Recht gegründet.

Herzog Konrad III von Oels setzt der Kirche 2 Hufen Widmuth aus.

Herzog Konrad III von Oels bestimmt,daß das anfangs als Stadt angesetzte Triebusch Dorf sein solle.



1511
Triebusch wird von einem Lehn- in ein Allodialgut umgewandelt.

 

1524

Triebusch soll evangelisch geworden sein.



1581

Streit zwischen der Herrschaft und der Bauernschaft.



1606

Bau der Kirche

 

1634
Am 22.06. wird Triebusch durch Soldaten überfallen und ausgeplündert.

 

1655
Am 29.05. besucht die Kommission der Kirchenvisitation im Fürstentum Wohlau Triebusch.

 

1712
-1713 Bau des Schlosses
 

1742
5 Wirtschaften brennen ab, als beim Weber Mix ein Brand gelegt wurde

 

1744

Bau des Schulhauses



1787

faßt 1 herrschaftlich Schloß, 2 Vorwerke, 1 evangelische Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schule, 17 Bauern, 33 Gärtner, ..., 4 Windmühlen, 2 Gemeinhäuser



1822

Johann Methner, Orgelbauer aus Neustädtel, reparierte für 56 Rtlr. die 1707 erbaute Orgel der Kirche.



1828

Erweiterung des Schulhauses



1834

Seit 1834 1210 Rtl. Stiftung der Frau Gräfin Königsdorf, für die Armen zu Triebusch und Kl. Saul.



1845

78 Häuser, 1 herrsch. Schloß, 2 Vorwerke, 1 Freischoltisei, 1 ev. Pfarrkirche, auf einer steinernden Tafel über der Tür steht: „anno 1606 hat der edle, gestrenge und ehrenfeste Herr Melchior von Stosch und Großen-Tschirna auf Triebisch, diese zu Gottes Ehren neu erbaute Kirche auf heil Pfingstfest verfertigt“. In einem alten Kirchenbuche aber sind die Pastores ecclesiae Tribuschiensis schon ab anno 1581 in ununterbrochener Reihe angeführt, und als der erste wird genannt Zacharias Ajus, Gorlicio Lusatus, Wiedmuth ist hier, eingepfarrt und eingeschult nur Triebusch, 1 ev. Schule nur für den Ort, 1 Lehrer, 5 Windmühlen, 9 Handwerker, 3 Händler, 1 Ziegelei, 1600 Schafe, 334 Rinder



1852

Wahl (20.6.) und Einführung (25.7.) des neuen Gemeindekirchenrates:

- Müllermeister Reichelt (bereits seit 1850)

- Freibauer Berthold Ast (bereits seit 1850)

- Schmiedemeister August Ast

- Schuhmachermeister Friedrich Schaen



1855

Das Innere der Kirche wird renoviert.



1856

13.8. Die Schmidtsche Mühle (Haus Nr. 4) brennt ab.

19.10. Die Beckersche Freistell (Nr. 17) brennt ab.



1857

6.6. Graf Carl Felix v. Königsdorff kauft das Dominium.



1858

15.6. Die vom 8. bis 25.6 im Kirchenkreis Guhrau-Herrnstadt durchgeführte General-Kirchenvisitation besucht Triebusch.

Mitglieder der Kommission:

- Superintendent Dr. Hahn, aus Breslau

- Konsistorialrat Wachter, aus Breslau

- Subsenior Weiss, von der Kirche Maria Magdalena Breslau

- Superintendent Stiller aus Koischwitz b. Liegnitz

- Oberpfarrer Hohenthal aus Lieberose bei Lübben in der Mark

- Oberpfarrer Waetzold aus Reichenbach / Oberlausitz

- Pastor Thomas aus Fürstenfelde, Diözese Königsberg

- Ober-Landesgerichts Chef-Präsident a.D. v. Frankenberg-Ludwigsdorf aus Nieder-Schüttlau

- Landrat von Gossler



1863

Anlegung eines Weges vom Pakowker Weg zum Hinterdorf



1864

Teilnehmer am Krieg gegen Dänemark:

- Carl Auers, 4. Garde Rgt.

- Rudolf Priebusch, 8. Inf. Rgt.

- Joseph Kirst, 10. Inf. Rgt.

- Wilhelm Quehl, 24. Inf. Rgt.

- August Scholz, 35. Inf. Rgt.

- Gustav Pfitzner, 35. Inf. Rgt.

- Robert Ast, 50. Rgt.

- Heinrich Zimmerling, Unteroffz., 50. Inf. Rgt.

- August Hampel, 60. Rgt.



1866

5.11. Es wird festgelegt, daß die Naturalabgaben für den Pfarrer in Geldleistungen ab 1.4.1867 umgewandelt werden.



Verwundete im Krieg mit Österreich:

- Carl Stenzel, bei Langensalza, Schuß durch den Oberschenkel

- August Scholz, bei Königgrätz, 7 Granatsplitter in den Arm

- Eduard Scheibel, bei Skalitz, Schuß in die Brust



1867

Die Bauerngüter gehen durch Ankauf in den Besitz des Dominiums über.



1869

Die Kirche erhält eine neue Orgel, die am Heiligen Abend eigeweiht wurde. Der vom Patron der Kirche, Graf v.d. Schulenburg finanzierte Umbau, zu dem u.a. ein Umbau des Orgelchores und ein neuer Anstrich der Empore gehörten, kostete 1200 Taler.



1883

Dem Königl. Kreisschulinspektor Pastor Dr. Wiese in Triebusch wird die Ortsaufsicht über die evang. Schule in Gr. Saul übertragen



1894

Rittergut mit Vorwerk Kl. Saul: Bevollm.: Administrator Büttner in Saborwitz, Fläche 1220 ha: 847 ha Acker, 124 ha Wiesen, 172 ha Holzungen, 19 ha Weiden, 7 ha Hofraum, Unland, 51 ha Wasser, Erdsteuer-Reinertrag 20223 M



1898

Rittergut mit Vorwerk Kl. Saul: Bevollm.: Administrator Büttner in Saborwitz, 1 Insp., 1 Förster, Fläche 1254 ha: 847 ha Acker, 124 ha Wiesen, 206 ha Holzungen, 19 ha Weiden, 7 ha Hofraum, Unland, 51 ha Wasser, Erdsteuer-Reinertrag 20313 M, intensiver Rübenbau

 

1901

Neubau der Schule

 

1904
An der Kleinkinderschule, Krankenhaus und an Wirtschaftsgebäuden werden Neu- und Umbauten durchgeführt (Bauherr: Reichsgräfin Finck von Finckenstein auf Reitwein und Triebusch, Ausführender: Maurermeister Methner in Bojanowo).



1919

Die Gemeinde wird mit Ausnahme des Vorwerks Klein Saul mit insgesamt 388,9 ha an Polen abgetreten. (Versailler Vertrag)



Besitzer



1476-

Wrotzke Wriebelwitz

 

-1531

Caspar Frobelwicz, gen. Wrotzky

 

1531-1593

Andres Boyanowsky

zu Bertelsdorf (Bärsdorf b. Bojanowo)

 

1593-1600

Baltzer von Stosch

+ 04.04.1600

 

1600-1611

Melchior von Stosch

+ 1611, Sohn von Baltzer von Stosch

 

1611-

Eva Mariana von Stosch, geb. Kreckwitz

Wittwe von Melchior von Stosch

 

-1633

Maria Mariana von Stosch

Tochter von Melchior von Stosch, + 1633


-1652

Hans George I. von Stosch auf Kreidelwitz

(*1599, + 1652), Ehemann von Maria Mariana von Stosch


1652-1673

Hans George II. von Stosch

sein Sohn, + 1673


1673-1681

Anna Barbara von Stosch

Wittwe, geb. von Luck und Mechau, + 1691/95


1681-1682

Heinrich Oswald von Sack


vor 1700-1736

Julius Augustus Banner und Freiherr von Bothmer

 

1736-1766

Hans George Banner und Freiherr von Bothmer

 

1766-1776

unter Sequestion

 

1776-1779

Minister von Görne



1780-1821

Carl Sylvius Graf von Königsdorff auf Bettlern

+ 25.01.1821

 

1821-1822

Ferdinand von Königsdorff

Sohn von Carl Sylvius von Könisgdorff, + 15.02.1822

 

1822-1834

Eleonore Luise von Königsdorff

Wittwe von Carl Sylvius von Königsdorff, + 24.05.1834

 

1834-1836

Ludwig Felix von Königsdorff

Sohn von Carl Sylvius von Königsdorff, + 01.12.1836

 

1836-1857

minderjährige Kinder von Ludwig Felix von Königsdorff



06.08.1857-09.09.1863

Graf Carl Felix von Könisgdorff



ab 09.09.1863-1885

Graf Otto Gustav Alexander von der Schulenburg

Kgl. Preuß. Major und Batt. Kommandeur im Kaiser-Alexander-Grenadier-Regiment in Berlin



1885-(1898)

Günther Reichsgraf Finck von Finckenstein

Fideikommißherr auf Reitwein, Kr. Lebus

 

 

Evang. Geistliche



1581-1605

Zacharias Ajus

aus Görlitz



1605-1634

Martin Wenceslaus, gen. Burchardt

oder

Martin Wenzel Titus Burchard



1636-

Abraham Psycholz



1644-1664

George Hülse



1664-1668

Christian Hülse

Sohn von George Hülse



1668-1671

Hübner



1671-1675

Samuel Sucker oder Succer



1676-1708

Magister Balthasar Doerffer

aus Wohlau



1709-1738

Johann Caspar Krebs



1739-1747

Christian Adam Kluge

aus Hirschberg



1747-1788

George Christoph Hentschel

+ 4.3.1788 Triebusch, Alter 68 Jahre



1788-1794

George Friedrich Gritzke

vorher Hofmeister des Landschafts-Repräsentanten Baron von Lüttwitz in Breslau, * Herrndorf b. Glogau, + 17.1.1794 Triebusch, Alter 36 Jahre



1794-1811

Carl Gottfried Zindler, * 1742 Gebhardsdorf Oberlausitz



1812-1819

Joh. Theodor Tschirnitz oder Tschirschnitz

* 22.3.1760 Goldberg, + 17.8.1819 Triebusch



1820-1826

Friedrich Wilhelm Benner

* 3.10.1785 Breslau, + 12.4.1826 Triebusch



1826-1836

Carl Friedrich Köhler

früher Garnisonprediger in Fraustadt, + 20.3.1836 Triebusch Alter 77J. 6M. 27T.



1836-1846

Carl Franz Eduard Hering

* Ober-Eichstädt in Thüringen, ab 11.11.1846 in Oyas bei Liegnitz



1846-1867

Joh. Ernst Friedrich Theodor Ruprecht

dann in Obernigk, * 4.2.1817 Paschoietz bei Kanth



1867-1874

Julius Carl Eduard Hellmuth

* 31.8.1827 Diehsa, Kr. Rotenburg



1874-1881

Friedrich Wilhelm Baltzer



1881-1890

Dr. Heinrich Wiese



1891-1896

Johannes Schöpwinkel



1896-1901

Konrad Fiedler



1901-1913

Erich Schultze

(* 1872 Thomasdorf/Uckermark, + 8.8.1962, 1915 Superintendent in Ohlau)



1914-1930

Franz Wandel,

vorher in Tschirnau



seit 1930 nicht mehr besetzt





Schulzen



um 1625

Christoph Paschke (oo mit Barbara Mix)



Lehrer



1836-1859

Johann Ephraim Benjamin Rossmann, + 8.11.1859 Triebusch, Alter 56 Jahre



1.4.1859 - 1865

Heinrich Jonetz, aus Gleinig, + 27.6.1865 Triebusch



1865

Theodor Schneider, aus Nimptsch (interim)



ab 1866

Johann Carl Robert Lubrich, bisher in Bärsdorf, Kr. Rawitsch



1880

Gottlieb Wilczek



1915

Kalusche



Einwohnerzahlen



1787 506 Ew.

1845 599 Ew.



letzte Änderung:17.03.2010