Die Dörfer im Kreis Guhrau


Tschilesen

(1845 auch Tschiläsen, 29.1.1937 Gepidau, 1945 Czeladz)

(1845-1898 Kr. Wohlau, ab 1.10.1932 Kreis Guhrau)

(ev. Tschilesen, kath. Herrnstadt, StA Tschilesen, AG Winzig, Amtsbezirk Tschilesen, Hebammen-Niederlassungsbezirk Hünern)


Schloss, 1912


Kirchenbücher, die vor 1945 vorhanden waren


evangelisch


Taufen ab 1761

Trauungen ab 1760

Tote ab 1760

Konfirmanden ab 1834

Beicht- u. Abendmahlsbücher ab 1833


Duplikate beim Amtsgericht Herrnstadt


evangelisch


Taufen 1837-1874

Trauungen 1837-1874

Tote 1837-1874


Kirchenbücher, die nach 1945 vorhanden sind


in polnischen staatlichen Archiven


keine


verfilmte Kirchenbücher bei LDS


keine


Personenstandsregister, die nach 1945 vorhanden sind


Standesamt Gora


Geburten 1899-1901, 1907-1928, 1930-1935

Hochzeiten 1926-1931

Tote 1896


Archiwum Panstwowe w Lesznie

ul. Boleslawa Chrobrego 32

PL 64-100 Leszno


Geburten 1887


verfilmte Personenstandsregister bei LDS


keine


Chronik


1288

Die Herzogsburg bei Tschilesen wird erwähnt.

18.5. Herzog Heinrich III. von Glogau tauscht von Gotzwin, Ritter von Goraw genannt, das Dorf Tschilesen gegen einen Teil des Dorfareals von Gora ein und gründet darauf zw. Mai 1288 und Juni 1289 die deutschrechtliche Stadt Guhrau.


1308

Tschilesen zehnt dem Bischof von Breslau.


1525

Tschilesen soll evangelisch geworden sein.


1598

Die Kirchenglocke wird gestiftet.


1610

Neubau einer Kirche.


1657

Bau des Kirchturms.


1694

umfassende Renovierung der Kirche


1750

Der Altar der Kirche wird erneuert und eine handgeschnitzte Chorbrüstung wird eingebaut.


1769

Die Orgel der Kirche wird in Fraustadt vom Orgelbauer und Instrumentenmacher Johann Michael Walther aus Fraustadt gebaut.


1787

hat 1 Vorwerk, 1 evang. Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schule, 10 Bauern, 16 Gärtner, 12 Häusler, 1 Windmühle.


1819

1.8. „Einige Knaben badeten in der Bartsch, aber nicht an dem ihnen zum Baden angewiesenen Platz, sondern an einem anderen Ort. Der eine von ihnen, ein Knabe von 11 ½ Jahren, kam in ein tiefes Loch und sank unter. Es gelang zwar nach einiger zeit, denselben heraus zu ziehen, aber ihn wieder zu beleben, blieben alle angewandte ärztliche Mittel fruchtlos.“


1824

Juli: Der Herr von Rieben auf Tschilesen hat einen nahe am evangelischen Schulhause gelegenen Garten für die Schuljugend zur Erlernung der Baumzucht geschenkt.


1845

43 Häuser, 1 herrsch. Schloß und Vorwerk, 1 ev. Pfarrkirche, hat Wiedmuth, eingepfarrt Tschilesen und Brennowitz, 1 ev. Schule mit für Brenowitz, 1 Lehrer, 1 Windmühle, 1 Schmiede, 1 Brau- u. Brennerei, 1 Roßmühle, 2 Schuhmacher, 1 Händler, 1050 Schafe


1870

Die Lehrer- und Organistenstelle an der evang. Schule und Kirche ist frei und soll wieder besetzt werden.


1894

Rittergut mit den Vorwerken Friedrichshof und Kruste, Administrator: Glogau , Fläche 943,5 ha: 515,67 ha Acker, 136,59 ha Wiesen, 55,2 ha Weiden, 220,45 ha Holz, 8,86 ha Wasser, 6,69 ha Hof, Grundsteuer-Reinertrag 7800 M, Brauerei, Brennerei, Dampfmühle und Bäckerei


1898

Rittergut mit den Vorwerken Brenowitz, Friedrichshof und Kruste (Krustevorwerk): Administrator: Glogau , 1 Ass., 1 Förster, Fläche 943,5 ha: 515,67 ha Acker, 136,59 ha Wiesen, 55,2 ha Weiden, 220,45 ha Holz, 8,86 ha Wasser, 6,69 ha Hof, Erdsteuer-Reinertrag 9614 M, Brauerei, Brennerei, Bäckerei, Milchverkauf an die Genossenschaftsmolkerei Kadlewe, Schäferei: Kreuzung mit engl. Böcken.


1902

Bau des Pfarrhauses


1909

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)

Die Lehrer-, Organisten- und Küsterstelle an der evang. Schule und Kirche in Tschilesen ist frei und soll wieder besetzt werden.


1913

Die Kirche grunderneuert und am 23.10.1913 neu eingeweiht.


1931

In der Schule 60 Schüler in 1 Klasse.


1932

Die Glogauer Stadtbank kauft das Gut und verkauft es an die Schlesische Landschaft weiter, von der es aufgesiedelt wird.


Besitzer

 

1528

Familie von Schirr, auch Schier

 

1571

Simon von Schier

 

1610

Siegmund von Schier (* 16.10.1573 Tschilesen, + 1611)

 

1644

Freiherr Albrecht von Wengiersky

 

1684

Freiherr von Venediger

 

1693

Adam von Stößel

 

um 1713

George Friedrich von Luck und Salisch

* um 1640, + 15.01.1717 Zweckfronze

 

1750-1784

Oberamtsmann Johann Seydel (+1784) aus Kutscheborwitz

 

1784-1786

Major von Seydel

* 17.05.1739 Gurkau, + 20.09.1786, oo mit Baroness von Richthofen

 

1787

Major von Seidelschen Erben

 

1806

von Rieben (Erbschaft)

 

1845

Landesältester Friedr. v. Rieben

 

1876

Bernhard von Rieben

 

1894

Bernh. von Rieben`sche Erben

 

1898

Stadtrath G. Walter'sche Erben auf Eisenberg, Kr. Strehlen

 

1906-

Paul Rieger

 

1932

Glogauer Stadtbank

 

1932-

Schlesische Landschaft


1933/1935

Therese Schack, geb. Rieger  (Restrittergut)


Evang. Geistliche

 

1576-1577

Johannes Majus

 

1577-1578

Jakob Severin

 

1578-1586

Simon Leo

 

1586-1589

Melchior Reichel

 

1589-1603

Melchior Wiesener

 

1603-1611

Martinus Harresius

 

1611-1617

Esajas Fisch

 

1617-1620

Magister Michael Förster

 

1620-1627

Johann Schwerin

 

1627-

Martin Schmidt

 

1636-1643

Gottfried Bolius

 

1643-1650

Johannes Kittel

 

1650-1679

Samuel Gebauer

 

1680-1682

Christian Lerchenberger

 

1682-1708

Christian Gerlach

 

1708-1736

David Andreas Titius

 

1736-1758

Karl Gottfried Reinhardt

 

1758-1760

Christian Balthasar Gerlach

 

1761-1786

Karl Gottfried Kerger, + 17.01.1786

 

1786-1796

Samuel Gottlieb Hennig

aus Neustädtel, vorher Hauslehrer beim Justizrat von Prittwitz auf Gramschütz

 

1796-1832

George Friedrich Pohl

 

Friedrich Wilhelm Ludwig Kriebel

 

1840-1885

Julius Emil August Müller

 

1885-1889

Vakanz

 

1889-1943

Karl Maul (+ 13.4.1943 Gepidau)

 

Pfarrstelle kommt zu Hünern

 

Bürgermeister

1935/1941

Paul Fädrich


Lehrer

 

-1909

Max Persing, dann in Herzberg, Kr. Namslau

 

1926/27

Paschke

 

1931/1935

Kurt Paschky, Lehrer und Organist

 

Amtsvorsteher / Stellvertreter

1935

Kurt Paschky, Lehrer, Tschilesen / Karl Kräske, Landwirt, Kadlewe

 

Einwohner

 

Pauline Otto, geb. Müller, * 1848 in Tschilesen

Emil Hein, Gastwirt, 1935 Standesbeamter Standesamt Tschilesen

Gustav Kosmehl, Landwirt, 1935 Schiedsmann in Kadlewe und Tschilesen


1657 60-70 Kirchkinder außer den gar kleinen Kindern.

1787 272 Ew., 372 Ew.

1819 335 Ew.

1845 340 Ew.

1867 450 Seelen im Kirchspiel.

1890 314 Seelen im Kirchspiel.

1910 312 Seelen im Kirchspiel.

1925 260 Ew.

1933 374 Ew.

1935 460 Seelen im Kirchspiel.

1939 449 Ew.

1939 25 Ew. Friedrichshof


letzte Änderung: 03.11.2008