Die Dörfer im Kreis Guhrau


Wehrse

(1945 Wiewierz)

(bis 31.12.1817 Kr. Wohlau)

(ev. Herrnstadt St. Andreas, kath. Herrnstadt, 1876/1898 StA Wehrse, bis 1925 StA Gurkau, 1930/1938 StA Austen, 1941 StA Herrnstadt, AG Herrnstadt, Amtsbezirk Wehrse, Hebammen-Niederlassungsbezirk Duchen-Zechen)



Personenstandsregister nach 1945


Nach Auflösung des Standesamts Wehrse kamen die Register zum Standesamt Gurkau.


Standesamt Gora


Geburten 1910

Hochzeiten 1896-1898 (nicht mehr 2007, wahrscheinlich im Staatsarchiv Wroclaw)

Tote 1922


verfilmte Personenstandsregister bei LDS


Film 1807710

1884 Hochzeiten 9 Einträge


Chronik


1787

Sandeborske: Damit ist noch das Vorwerk Wehrse verbunden, wobei ebenfalls 9 Gärtner wohnen.


1845

Vorwerk von Sandeborske, 1 Tuchwalke des kgl. Domänenamtes Herrnstadt.


1874

Einrichtung eines Remontedepots.


1894/1898

Besitzer der Kgl. Domäne mit den Vorwerken Backen und Duchen: Kgl. Domänen-Fiskus, Pächter: Kriegsministerium, Remontirungsabteilung, Administrator: Kosmack (1894 Oberamtmann, 1898 Amtsrat), 1 Insp., 1 Rechnungsführer, 1 Oberroßarzt, Fläche 827 ha: 720 ha Acker, 70 ha Wiesen, 15 ha Weiden, 3 ha Holz, 14 ha Hof, Erdsteuer-Reinertrag 14207 M, 360 Remontepferde


1909

Am 29. Juni 11.00 Uhr wird ein Markt zum Ankauf von Remonten an der Scheune des Remontedepots durchgeführt.


1915

Am 1.5. um 14.30 Uhr soll ein Markt zum Ankauf von dreijährigen Pferde abgehalten werden. Ort: Weg vom Remontedepot zum Bahnhof.


1920

Die Aufsiedlung des Remontedepots beginnt. Rund 3160 Morgen guten tragfähigen Bodens wurden mit 26 Stellen besiedelt, davon 2 Handwerkerstellen mit 1-20 Morgen, 21 Bauernstellen von 20-120 Morgen und 3 Großbauernstellen über 120 Morgen. Zur Anliegersiedlung wurden 380 Morgen an 49 Kleinbesitzer abgegeben. Die öffentlich-rechtlichen Verhältnisse wurden durch die Neubildung der Gemeinde Wehrse und Verstärkung der benachbarten Gemeinden Backen und Duchen völlig umgestaltet. Zwei Stellen mit Landzulage von 10-12 Morgen wurden zur Unterbringung der alten Leute einstweilen vorbehalten. Die Wasserversorgung wurde durch unentgeltliche Überlassung zweier Wasserleitungen an neugeschaffene Wassergenossenschaften geregelt.


1922

Wehrse wurde auf dem Streckenabschnitt Wehrse-Rawicz zum Ort der deutschen Paßkontrolle bestimmt. Polnische Paßkontrolle und Betriebswechselbahnhof wurde Rawicz.

 

Bürgermeister

1935/1941

Hermann Garlich


Amtsvorsteher / Stellvertreter

1935

Hermann Richert, Bauer, Wehrse / Gustav Garlich, Bauer, Duchen

 

Lehrer

 

1935

Rohner

 

Einwohner

 

Friedrich NUNNENKAMP, Gutsbesitzer, Wehrse, 1935 Mitglied des Kreisausschußes

Hermann Richert, Bauer, 1935 Amtsvorsteher Amt Wehrse

Paul Grotke, Bauer, 1936 Schiedsmann in Backen, Duchen, Gr. Räudchen, Kl. Räudchen, Sandeborske und Wehrse

 

1925 229 Ew.

1933 226 Ew.

1939 225 Ew.


letzte Änderung: 03.11.2008