Die Dörfer im Kreis Guhrau


Wischütz

(1791 Wieschütz, 1945 Wyszêcice)

(bis 31.12.1817 Kr. Guhrau, ab 1.1.1818 Kr. Wohlau)

(ev. Wischütz, kath. Wischütz, StA Wischütz, Amtsbezirk Wischütz)


Chronik


1791

daselbst zählt man 1 katholische Filialkirche, 2 Pfarrhäuser, 2 Schulen, 1 Schloß, 2 Vorwerksgebäude, 16 Dienstbauern, 31 Gärtner, 4 Häusler, 1 Wasser- 2 Windmühlen, 29 andere Häuser, Summa 88 Feuerstellen

Straßkretscham heißt ein zu Wieschütz gehöriger Feldkretscham


1845
87 Häuser, 1 herrsch. Schloß, 2 Vorwerke, 1 evang. Pfarrkirche, 1 Wiedmuth und statt des Decems ein Deputat, eingepfarrt Wischütz, Bautke, Dahme und Krehlau, 1 evang. Schule, 1 Lehrer, eingeschult Krehlau, 1 kathol. Teilkirche von Krehlau, sehr baufällig, dessen Pfarrer auch hier eigentlicher Parochus, Patr. königl. und fürstbischöflich, hat Wiedmuth, eingepfarrt Krehlau, doch ohne Decem, Gottesdienst jeden 4. Sonntag und 2. Feiertag, 1 Wassermühle innerhalb, 1 außerhalb, 2 Windmüller, 1 Brauerei, 1 Brennerei, 10 Handwerker, 5 Händler, 600 Merino-Schafe, 279 Rinder

 

1883

Der Schneidermeister Wilhelm Wuttig in Wischütz erwirbt eine Parzelle von 2 ha aus dem aufgelösten Schutzbezirk Bautke der Oberförsterei Schöneiche.

Der Privatlehrerin Fräulein Elisabeth Müller wird der Erlaubnisschein zur Erteilung von Privatunterricht erteilt.


1894

Rittergut in der Majoratsherrschaft Rothkirch (Kr. Liegnitz), unter Sequestration, Fläche 490 ha: 347 ha Acker, 55 ha Wiesen, 17 ha Weiden, 49 ha Holzungen, 1 ha Wasser, 21 ha Hofraum, Grundsteuer-Reinertrag 7935 M


1909

In den Orten Buschen, Wischütz, Peiskern, Tscheltsch, Kl. Peterwitz, Akreschfronze und Kl. Tschuder sind zum Schutz vor der im Kr. Wohlau ausgebrochenen Tollwut alle Hunde festzulegen.

Am 16.7.1909 wird ein Mietentschädigungs-Tarif für Volksschullehrer und Lehrerinnen festgesetzt:

Servisklasse IVd (Leiter von Schulen mit 6 oder mehr aufsteigenden Klassen 200 M jährlich, andere Schulleiter und Lehrer 160 M jährlich, Lehrerinnen 110 M jährlich)


1915

Dem Pastor Reymann in Piskorsine wird vertretungsweise die Ortsaufsicht über die evang. Schulen in Gimmel, Alt-Neu-Heidau, Wischütz, Rayschen und Bautke übertragen.


1930

Der Sitz des Standesamts Wischütz befindet sich in Schleßwitz.


1931

Evang. Schule: 88 Schüler in 3 Klassen und 1 Klassenzimmer.


1937

Rittergut, gehörte zur Majoratsherrschaft Rothkirch (Kr. Liegnitz), Fläche 476 ha, 1 Rechnungsführer, 1 Assistent


Besitzer


1791

Freyherr v. Nostiz

 

1875

Valerius Freiherr von Rothkirch-Panthen, Rittmeister und Landesältester in Rothkirch, Kr. Liegnitz

 

1894

Hans Freiherr von Rothkirch und Panthen auf Rothkirch, Lieut. a.D.

 

Bürgermeister


1941

Karl Schreger

 

1944

Karl Langner, Bauer


evang. Geistliche


1785/1789

Sommer

 

1876
Bürgel

 

(1915) - 1945

Gotthard Schreier (verschollen seit 8.5.1945)

 

kathol. Geistliche

 

1642

Mattheum Girbigium

 

Lehrer


1931

Eberhard Richter, Lehrer und Organist

Alfred Gräbel


1791 440 Ew.

1925 488 Ew.

1933 512 Ew.

1937 488 Ew.

1939 498 Ew.


letzte Änderung: 05.11.2007