Die Dörfer im Kreis Guhrau


Zechen

(1945 Czechnów)

(1787 Kr. Herrnstadt, bis 31.12.1817 Kr. Wohlau)

(ev. Gr. Saul, kath. Herrnstadt, 1876-1920 StA Triebusch, 1930 StA Bronau, AG Guhrau, Amtsbezirk Saborwitz, Hebammen-Niederlassungsbezirk Duchen-Zechen)


 

Chronik


1308

Cznechnowo zahlt zum Teil den deutschen Geldzehnt, zum Teil den alten Feldzehnt an den Bischof.


1525
Mittwoch vor Lichtweihe erteilt der Burggraf von Dohna, Ritter von Beltsch, dem Kretschmer Hans Heide in Geischen das alleinige Recht, in den Dörfern Geischen und Zechen Bier und Wein auszuschenken.

 

1528

Das Dorf wird eingeäschert.


1593

Die Bauern lösen die dem Landesherrn schuldigen Erb- u. Pfefferzinsen, Ehrungen und Hofedienste und den Anteil des Herzogs an Heiden, Wäldern, Wiesen und Rodeländern gegen eine Zahlung von 5000 Talern ab.


1642

Die Bauern erwarben das zum Verkauf stehende Rittergut mit seinen 5 Huben und allen darauf liegenden Gerechtigkeiten zum Preis von 6000 Talern.


1671

Die Dorfgemeinden Saborwitz, Porlewitz, Geischen, Zechen, Groß- und Klein-Räudchen und die Dominien auf dem Herzoglichen Hause zu Wohlau vor dem Amtmann Siegmund von Nostitz mit dem Ritter v. Haugwitz, der als Besitzer von Tschistey Patron der Sandewalder Kirche war, einen Vergleich, worin sie ausdrücklich anerkennen, daß sie sämtlich nach Sandewalde eingepfarrt seien, obwohl sie sich schon seit undenklichen Jahren anderer Kirchen als Gäste bedienen.


1787

unter das königl. Amt Herrnstadt gehörig enthält 1 Schule, 11 Bauern, 9 Gärtner, 16 Häusler, 4 Windmühlen, 2 Gemeinhäuser.


1839

In Zechen bestand bis 1864 eine königl. Metereologische Station.


1845

Besitzer: kgl. DomAmt Herrnstadt

38 Häuser, 1 Freischoltisei, 1 ev. Schule nur für den Ort, 1 Lehrer, 4 Windmühlen, 5 Handwerker, 1 Krämer, 1246 Schafe, 263 Rinder


1885

Verfügung des kgl. Regierungspräsidenten Breslau v. 6.5.1885: Zum Standesamt Triebusch gehören die Orte Triebusch, Saborwitz, Vorwerk Kl. Saul, Porlewitz und Zechen.


1936

Mit dem „Ehrenschild der Landesbauernschaft Schlesien für langjährige Verbundenheit mit der Scholle“ (über 200 Jahre Familienbesitz) werden Ferdinand Bittermann (seit 1716) und Maria Krause (seit 1660) ausgezeichnet.

 

Besitzer

 

um 1700

Melchior Friedrich von Kanitz

 

1915

Alfred Krause

 

1943

Hans Georg Biedermann

 

Bürgermeister

1935/1941

Fritz Hahn


Erbschulzen


1529

Hans Tießler


1557

Barthel Tießler


1578

Balzer Tießler I.


1616

Balzer Tießler II.


1633

Augustin Mätschke I.


1665

Augustin Mätschke II.


1694

Christoph Mätschke


1713

David Mätschke (oo 7.11.1713 Gr. Saul mit Christine Schlibitz)


1719

Hans Mätschke


1753

David Mätschke (oo 20.11.1753 Gr. Saul mit Dorothea Mittmann)


1758

Friedrich Mätschke


1795

Karl Sigismund Mätschke


1830

Johann Ernst Mätschke


1832

Friedrich Mätschke


1857

Johann Ernst Mätschke


Lehrer


1824-

Friedrich Worst

 

1864

Friedrich Gube


1877

Karl Paschke

 

1935

Klose


1787 244 Ew.

1845 287 Ew.

1919 282 Ew.

1925 304 Ew.

1933 291 Ew.

1939 295 Ew.


letzte Änderung: 27.10.2009