Kreis Guhrau / Schlesien


Geschichtliche Übersicht ab 1742


letzte Änderung: 10.02.2010


- 30.4.1816 Regierungsbezirk Liegnitz, 1.5.1816-1945 Regierungsbezirk Breslau

- 1919 Provinz Schlesien, 1919-31.7.1938 Provinz Niederschlesien, 1.8.1938-31.5.1941 Provinz Schlesien, 1.4.1941-25.2.1947 1 Provinz Niederschlesien


1767
8,19 Quadratmeilen, 515 Bauern, 752 Freigärtner, 621 Dreschgärtner, 54 Häusler, 229 Gewerbetreibende.

 

1770
bis 1773 Räumung des Schlesischen Landgrabens


1778
575 Gewerbetreibende, 230 männliche Einlieger und Auszügler, 1726 über 10 Jahre alte Kinder, 2762 sonstiges Gesinde.

 

1780
bis 1781 Vermessung des Schlesischen Landgrabens


1787
Das spätere Kreisgebiet war in den Guhrauer und in den Herrnstadt-Rützener Kreis geteilt, entsprechend der Grenze der alten Herzogtümer. Zum Guhrauer Kreis gehörten damals noch die Stadt Köben und 18 Dörfer des späteren Kreises Steinau bis Ibsdorf mit etwa 3300 Einwohnern.

 

1800
Räumung des Schlesischen Landgrabens


1813
Der Kr. Guhrau (zusammen mit dem Kr. Militsch) errichtete das IV. Bataillon des 10. Schlesischen Landwehr Infanterie-Regiments und (zusammen mit dem Kr. Goldberg) die 2. Eskadron des 7. Schlesischen Landwehr Kavallerie Regiments. Der Kreis Guhrau mußte 508 Infanteristen und 72 Kavalleristen stellen.

1816
1.5. Der Kreis Guhrau kommt zur Regierung Breslau.
1.5. Der Kreis Guhrau wird dem 4.Land-Bau-Bezirk im Reg. Dep. Breslau zugeordnet.
Juli: Im Kreis soll eine Haus- und Kirchenkollekte zur Erbauung des evang. Schulhauses zu Zedlitz, Kr. Ohlau durchgeführt werden.
November: Der Kreis wird dem zweiten Wasser-Bau-Inspektor (Bauschke in Wohlau) zugeordnet.

1817
Dem Kreis-Physiko Dr. Guttwein wird eine Prämie von 50 Rthlr. zuerkannt.
Dezember: Der zeitherige Regierungs-Controll-Gehülfe Caro wird Creis-Sekretair, und der bisherige Polizey-Bereuter Otzt wird Creis-Bothe bei der Landräthlichen Behörde Guhrauschen Creises.

1818
Mit Wirkung vom 1.1.1818 kamen folgende Ortschaften vom Kreis Wohlau zum Kreis Guhrau:


Wendstadt

Corangelwitz

Sandewalde

Porlewitz

Tscheschkowitz

Globitschen

Lübchen

Klein Beltsch

Saborwitz

Brenowitz

Waldvorwerk

Klein Wiersewitz

Gewehrsewitz

Zechen

Gohle

Oderbeltsch

Kaltvorwerg

O. M. u. N. Schlaupe

Triebusch

Gorkau

Herrnlauersitz

Stadt Rützen

Schätz

Klein Saul

Bobiele

Austen

Sophienthal

Groß Räudchen

Klein Räudchen

Schubersee

Irrsingen

Tscheschenheide

Groß Saul

Duchen

Schwinaren

Kleinlauersitz

Groß Wiersewitz

Bronau

Sandeborske und Wehrse

Heidchen

Züchen

Tschistey

Geischen

Buschen

Woidnig

Wilhelmsbruch

Königsbruch

Stadtvorwerk

Stadt Herrnstadt

Herrndorf

Sackern incl. Zapplauerlinz (Sackerau)

Wikoline

Königsdorf

Bartschdorf



Mit Wirkung vom 1.1.1818 kamen folgende Ortschaften des Kreis Guhrau an den Kreis Wohlau:


Wischütz

Ibsdorf

Vorwerk Schleswitz

Alt Heydau

Neu Heydau

Neu Vorwerk

Rayschen

Schmögerle



Mit Wirkung vom 1.1.1818 kamen folgende Ortschaften des Kreis Guhrau an den Kreis Steinau:


Mühlgast

Stadt Köben

Dorf Köben

Brödelwitz

Guhren

Läskau

Nistitz

Nährschütz

Radschütz


Mai: Der Kreis-Physikus Guttwein in Guhrau erhält eine Prämie wegen des Erfolges der Impfungen.
Juni: Es werden 3 Superintendentur-Sprengel errichtet:
- Herrnstadt mit Guhrau, Heinzendorf, Tschirnau, Geischen, Triebusch, Gr. Saul, Sandewalde, Tschilesen, Königsbruch, Piskorsine, Winzig, Beschine, Herrnmotschelnitz, Polgsen, Alt-Wohlau, Wohlau, Mondschütz
- Köben mit Herrnlauersitz, Rützen, Hünern, Gimmel, Wischütz, Steinau, Diebau, Großendorf, Lampersdorf, Jürtsch, Bielwiese
- Raudten mit ...

1819
Die Kreis-Verordneten im Regierungs-Departement aus dem Kr. Guhrau sind:
- Göldner, auf Reichen, Ober-Amtmann
- Freiherr v. Stosch, auf Gleinig, Landschafts-Director
- Beyer, auf Kahlau, Oeconomie-Commissarius
- v. Tschammer, auf Schlaupe, Kreis-Verordneter
- Hagemann, Amtsrath zu Herrnstadt
Juli: Der Kreis-Physikus Guttwein in Guhrau erhält eine Prämie von 30 Rthlr. wegen des Erfolges der Impfungen.

1822
Juli: Der Kreis-Chirurgus Kluge in Guhrau erhält eine Prämie von 20 Rthlr. für seine Verdienste bei der Schutzpocken-Impfungen im Kreis.

1823
„Bey den der Königl. General-Commission zur Regulirung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse für Niederschlesien untergeordneten Special-Commissionen, sind bis jetzt angestellt:
10. Für den Guhrauer Kreis:
a) als Special-Commissarius Oekonomie-Commissarius v. Köckritz auf Mechau
b) als Kreis-Justiz-Commissarius Justizrath Göldner zu Tschirnau bey Guhrau
c) als Feldmesser Conducteur Tietze zu Klein Schmograu
d) als Gemeinheitstheilungs-Actuarius Canzley-Assistent Haase“
„Wir haben den Special-Oeconomie-Commissarius v. Köckritz auf Mechau, von den Commissariats-Geschäften des Guhrauer Kreises, im Gefolge seines eigenen Ansuchens, entbunden und die Fortbearbeitung der in diesem Kreise vorkommenden Regulirungs-Sachen dem Special-Oeconomie-Commissarius des Steinauer Kreises, Ober-Amtmann Ueberschär zu Radtschütz bei Köben annoch mit übertragen.“
6.8. Der Kreis-Chirurgus Kluge erhält eine Prämie von 20 Rtlr. für seine Erfolge bei der Schutzpocken-Impfung im Kreis.

1824
24.10. Der Kreis-Chirurgus Kluge in Guhrau erhält eine Prämie von 20 Rtlr. für seine Verdienste bei der Pockenimpfung im Kreis.

1825
September: Der Kreis-Chirurgus Kluge in Guhrau erhält eine Prämie von 20 Rtlr. für seine Verdienste bei der Pockenimpfung im Kreis.

 

1827
1827/28 Räumung des Schlesischen Landgrabens

1828

Der Kreis Guhrau wird zur Erhebung der Tabaksteuer in die 4. Klasse eingeteilt. Damit wird an Steuer fällig: 3 Silbergroschen von je Sechs Quadrathruthen Preußisch mit Tabak bepflanzten Boden.

 

1836
1836/37 Räumung des Polnischen Landgrabens

 

1840
Aus dem Kreis Guhrau (und anderen) wird die Ergänzung für das 18. Landwehr-Regiment (V. Armee-Korps) gebildet.

 

1845
Daten aus „Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien ...“ von J.G. Knie, 2. Auflage Breslau 1845:
Prov. Schlesien, kgl. Regierung Breslau, Fürstentums-Anteil rechts der Oder Glogau, 12,73 Quadrat-Meilen, 30219 Ew. in 109 Landgemeinden, 6329 Ew. der Städte, Summe im Kreis 36 545 (17348 männlich, 19197 weiblich, 30453 evang., 6039 kath., 53 jüdisch, 13177 verehelicht, 4810 heer- und landwehrpflichtig, 6702 schulpflichtig 5-14 Jahre) 31 Kirchen, Bethäuser und Kapellen, 74 Schulhäuser, 145 öffentliche Gebäude, 5272 Wohnhäuser, 5619 Scheuern und Ställe, 2806 Pferde, 16877 Rinder, 63814 Schafe, 626 Schweine, 2875 Ew. je Quadratmeile, OLG Glogau, Kirchen- und Schulkreis Guhrau im evang. Konsistorial-Bezirk Schlesien, kath. Schulinspektion Guhrau, Archibresbyterat Guhrau im Bistum Breslau

 

1853
12.-14.07. Besichtigung des Gebietes zwischen Schlesischen und Polnischen Landgraben durch den Departements- und Regierungsrats Kuh aus Breslau, den Bauinspektor von Roux aus Steinau, den Vertreter des Königlichen Domänen- und Forst-Fiskus und mehreren Rittergutsbesitzer zur Vorbereitung der Trockenlegung bzw. Regulierung der dortigen Wiesen.

1861
3. Juni Beginn der Regulierung der Bartsch

 

1862

Zur Wahl des Abgeordnetenhauses 1862 bildet der Kreis Guhrau zusammen mit den Kreisen Steinau und Wohlau den Wahlbezirk 1. Der Wahlort ist Winzig. 2 Abgeordnete werden gewählt. Wahl-Kommissar ist Landrath von Goßler in Guhrau.

Nach Einführung der Gebäudesteuer u.a. in Schlesien wird für den Kreis Guhrau der Landrat von Goßler als Ausführungs-Kommissar bestimmt, der die Veranlagung zur Gebäudesteuer im gesamten Kreisgebiet durchführen soll.

 

1870

Der Kreis Guhrau wird dem außerordentlichen Kriegsgericht in Breslau unterstellt.

Das alljährliche Departements-Ersatz-Geschäft für den Bezirk der 21. Infanterie-Brigade im Landkreis Guhrau findet am 23. und 25. Juli statt.

 

1876

Für den Kreis Guhrau ist das Erbschafts-Steuer-Amt Liegnitz zuständig.

Der Kreisbaumeister Graeve in Winzig ist für sämtliche Baugeschäfte in den Kreisen Guhrau und Steinau und drei Viertheile des Wohlauer Kreises zuständig.

Der Kreis Guhrau gehört zum Bezirk des Königl. Appellationsgerichts in Glogau sowie zum Schwurgericht Glogau.

 

1881
Durch Beschluß des Kreistages wird mit dem Ausbau der Strecken Guhrau-Fraustadt, Guhrau-Lissa, Guhrau-Reisen, Guhrau-Züchen, Konradswaldau-Oderbeltsch, Wehrse-Königsdorf, Guhrau-Herrnstadt begonnen.

Der Rittergutsbesitzer Major a.D. Hübner zu Wendstadt ist auf seinen Antrag von dem Amt als Schaukommissarius für den VI. Bezirk der Bartsch entbunden und an seiner Stelle der Majoratsherr Graf von Carmer zu Gr. Osten als Schaukommissarius ernannt worden.

1883

Dem praktischen Arzt Dr. Peter Grobelny in Kobylin, Kr. Krotoschin, wird die kommissarische Verwaltung der Kreis-Wundarztstelle des Kreises Guhrau unter Anweisung des Wohnsitzes in Tschirnau zunächst für die Dauer eines Jahres übertragen.

Die Provinzial-Abgabe für den Kreis Guhrau für das Jahr 1883 beträgt 3408 Mark.

 

1884
23.4. Zum Guts- und Gemeindebezirk Oderbeltsch werden Gebietsteile des Guts- und Gemeindebezirks Leschkowitz, Kr. Glogau, geschlagen.

1898
aus „Schlesisches Güter-Adreßbuch“ Breslau 1898:
Größe 679,14 km², 34723 Ew., 106 Landgemeinden, 75 Gutsbezirke, 27 Amtsbezirke, Viehstand: 4366 Pferde, 23 839 Stück Rindvieh (darunter 10600 Kühe), 19136 Schafe, 9798 Schweine, 2207 Ziegen, 1951 Bienenstöcke, Bodenbeschaffenheit: vorwiegend leichter, aber guter, ertragfähiger Boden für alle Getreidearten und Hackfrüchte (einschließlich Zuckerrüben), Der durchschnittliche Grundsteuer-Reinertrag beträgt pro Hektar Acker: 14,88 M, Wiese 19,97 M, Wald 3,92 M, Von der Gesamtfläche sind 405,82 km² Acker, 79,86 km² Wiesen, 133,36 km² Wald. Gewässer: die Oder, welche zum Theil die südwestliche Grenze des Kreises bildet, die Bartsch, welche den Kreis fast in seiner ganzen Länge durchströmt, die Horle, das Herzogs-Strömel, die faule Lache, der polnische und der schlesische Landgraben. Eisenbahnen: die Eisenbahn Breslau-Posen berührt den Kreis nur auf einer kurzen Strecke bei Katschkau. Die Sekundärbahnen: Bojanowo-Guhrau mit den Stationen Bojanowo, Saborwitz, Heinzebortschen, Kaltebortschen und Guhrau, Trachenberg-Herrnstadt , Nebenbahn Liegnitz-Kobylin mit den Stationen Herrnstadt, Tscheschkowitz und Wehrse. 15 Brennereien und 7 große Ziegeleien im Kreis.

Kreissekretär: Lichtenberg
Kreisausschußsekretär: Kulkmann
Kreiskasse: Moehring, Kgl. Rentmeister
Kreiskommunalkassenrendant: Fichtner
Kreissparkassenrendant: Berger
Kreisphysikus: Dr. Rauwerck
Kreiswundarzt: Dr. Bleich in Tschirnau
Kreisthierarzt: Kissuth in Guhrau
Katasterkontroleur: Steuerinsp. Repilly
Wasserbauinspektor: Brinkmann, Baurath in Steinau
Kreisbauinspektor: Kirchner in Wohlau
Kreiswegebaumeister: Gaethe
Kreisschulinspektoren: evang: Superintendent Krebs in Herrnstadt und Pastor Runge in Rützen, kath: Pfarrer Olowinski in Guhrau

1904
Bildung des Kreisfeuerwehrverbands.

 

1907
Ab 1.4. gehört der Kreis Guhrau zur Landesbauinspektion IV (Breslau).

1909

Der Kreis Guhrau wird der Gewerbeinspektion Breslau II zugeteilt.

Der Kreis Guhrau muß für 1909 25000 Mark Provinzialsteuer zahlen.

Der Kreis Guhrau wird zum Lehrbezirk der landwirtschaftlichen Winterschule in Trebnitz gehörig eingeteilt.

Der Kreis Guhrau wird zur Wahl der Mitglieder des Ausschusses der Landesversicherungsanstalt in den Wahlbezirk I. eingeteilt.

Die Handelskammer Breslau erweitert ihren Bezirk auch auf den Kreis Guhrau.

 

1912
Bei der Reichstagswahl erhielt von 6642 Stimmen des Kreisgebiets der polnische Kandidat ganze 85 Stimmen.

 

1915

Februar: Der Kreis Guhrau wird dem neugebildeten außerordentlichen Kriegsgericht Breslau unterstellt.

Der Reichstagsabgeordnete für den 1. Wahlkreis Steinau-Guhrau-Wohlau Graf von Carmer-Osten auf Rützen ist verstorben. Zur notwendigen Ersatzwahl werden die Wählerlisten ab 16.8.1915 ausgelegt. Die Ersatzwahl findet am 20.9.1915 statt

Am 1.10.1915 wird das Bauamt Wohlau, dem der Kr. Guhrau zugeordnet war, aufgelöst. Gleichzeitig wird das am 1.10. neuerrichtete Hochbauamt IV Breslau für den Kreis Guhrau zuständig.

Im September können Vergütungsanerkenntnisse über Kriegsleistungen für den Monat August 1914 u.a. des Kreises Guhrau eingelöst werden. Im November können Vergütungsanerkenntnisse über Kriegsleistungen für den Monat September, Oktober, November u. Dezember 1914 u.a. des Kreises Guhrau eingelöst werden.

Im Dezember 1915 stehen Mittel zur Einlösung der Vergütungsanerkenntnisse u.a. des Kreises Guhrau aus dem Monat Januar 1915 bereit.

Verteilungsplan des Bedarfs der Ruhegehaltskasse für die Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Volksschulen und den der Kasse angeschlossenen nichtstaatlichen mittleren Schulen des Regierungsbezirk Breslau für das Rechnungsjahr 1915:

Übersicht für den Kreis mit dem zugrunde gelegten beitragspflichtigen Diensteinkommen und die von den Schulverbänden zu leistende Beiträge in Mark:

Guhrau 44700 - 3799,50

Herrnstadt 14500 - 1232,50

Tschirnau 8300 - 705,50

Birkendorf 3100 - 263,50

Bobile 2900 - 246,50

Braunau 2100 - 178,50

Conradswaldau 1600 - 136,00

Ober Ellguth 1300 - 110,50

Gabel 2300 - 195,50

Geischen 3500 - 297,50

Gleinig 6100 - 518,50

Globitschen 1500 - 127,50

Graben 1100 - 93,50

Guhlau 1100 - 93,50

Alt Guhrau 1500 - 127,50

Gurkau 2600 - 221,00

Heinzendorf 4600 - 391,00

Herrnlauersitz 3100 - 263,50

Irrsingen 2500 - 212,50

Jästersheim 1300 - 110,50

Juppendorf 1100 - 93,50

Kainzen 1800 - 153,00

Kaltebortschen 2300 - 195,50

Katschkau 3500 - 297,50

Königsbruch 1400 - 119,00

Kraschen 4100 - 348,50

Langenau 1100 - 93,50

Lanken 4100 - 348,50

Lübchen 3700 - 314,50

Mechau 2500 - 212,50

Nahrten 6300 - 535,50

Nechlau 1500 - 127,50

Neudorf 1100 - 93,50

Oderbeltsch 1100 - 93,50

Gr. Osten 4500 - 382,50

Rützen 3500 - 297,50

Saborwitz 2100 - 178,50

Sandeborske 5600 - 476,00

Sandewalde 2100 - 178,50

Gr. Saul 3000 - 255,00

Schabenau 3600 - 306,00

Schätz 2300 - 195,50

Schlaube 1100 - 93,50

Nieder Schüttlau 2000 - 170,00

Schwinaren 1100 - 93,50

Seiffersdorf 1100 - 93,50

Seitsch 3500 - 297,50

Sulkau 2300 - 195,50

Triebusch 3200 - 272,00

Tscheschenheide 1300 - 110,50

Tscheschkowitz 1500 - 127,50

Nieder Tschirnau 1100 - 93,50

Kl. Wiersewitz 2100 - 178,50

Wikoline 1100 - 93,50

Woidnig 1100 - 93,50

Alt u. Neu Heidau 1100 - 93,50

Hünern 2400 - 204,00

Kutscheborwitz 3100 - 263,50

Leubel 5800 - 493,00

Mondschütz 3500 - 297,50

Osselwitz 2300 - 195,50

Kl. Peterwitz 2900 - 246,50

Pluskau 3100 - 263,50

Rayschen 3100 - 263,50

Tschilesen 1400 - 119,00

Kl. Tschuder 1900 - 161,50

Wischütz 1400 - 119,00

Zapplau 1300 - 110,50

Zechen 3100 - 263,50

Zeippern 3100 - 263,50

Koeben ev. 8400 - 714,00

Koeben kath. 3100 - 263,50

Deichslau 2400 - 204,00

Guhren 1100 - 93,50

Mühlgast 1100 - 93,50

Nährschütz 2700 - 229,50

Nistitz 1100 - 93,50

Radschütz 1100 - 93,50

Buschen 1100 - 93,50

Camin 1300 - 110,50

Dahsau 3100 - 263,50

Gimmel 2700 - 229,50

Nicht staatliche mittlere Schulen

Guhrau (Städtische Mittelschule) 19500 - 1657,50

Kreis Guhrau gesamt 202000 - 17170,00

1919
28.6.1919Vertrag von Versailles
1919 mußten 3680,87 ha mit 1619 Ew. an Polen (die Gemeinden Triebusch (mit Ausnahme des Vorwerkes Kl. Saul), Gabel, Katschkau und Roniken sowie Teile der Gemeinden Königsdorf (4 ha), Neudorf (6,6 ha), Nieder Tschirnau (3 ha), Sulkau (8,4 ha) und Teile der Forste Kraschen (216,72 ha) und Woidnig (403,35 ha)) abgetreten werden. Der Kreis vergrößerte sich um Reste des Kreises Lissa (45 ha) und des Kreises Rawitsch (1 ha).

1920
Der Kreis gibt
Notgeldzu 10 Pf., 25 Pf. und 50 Pf. aus.

1921
17. Dezember Gründung der Kreis-Elektrizitäts-Genossenschaft.

1922
25.8. Die Lissa-Guhrau-Steinauer Kleinbahn und die Liegnitz-Rawitscher Eisenbahn geben jeweils
Notgeldzu 100 000 Mk., 500 000 Mk. und 1 Mio. Mk. heraus.
20. Oktober Der Kreis gibt
Notgeldzu 500 und 1000 Mark aus.

1923
August Der Kreis gibt
Notgeldzu 1 und 2 Millionen Mark aus.
1. November Der Kreis gibt
Notgeldzu 50 Milliarden Mark aus.
15. November Der Kreis gibt
Notgeldzu 1 und 5 Billionen Mark aus.

1925
Die meisten Orte des Kreises waren an die elektrische Stromversorgung angeschlossen.

1932
1932 wurden 23 Landgemeinden des Kreises Wohlau dem Kreis zugeschlagen.

1933
Der Kreis zählte 1933 108 Landgemeinden und 3 Städte und war 761,94 km² groß.

aus Gemeindelexikon Niederschlesien 1933:

Kreis Guhrau – Regierungsbezirk Breslau
Sitz des Landratsamts: Guhrau
Katasterämter: Guhrau und Wohlau
Oberlandesgericht: Breslau
Landgerichte: Glogau und Breslau
Amtsgerichte: Guhrau und Herrnstadt (Glogau) und Winzig (Breslau)
Landesarbeitsgericht: Breslau
Arbeitsgerichte: Glogau und Breslau
Oberbergamt: Breslau
Gewerbeaufsichtsamt: Breslau-Land
Landwirtschaftskammer: Niederschlesien in Breslau
Industrie-u . Handelskammer: Breslau (seit 1909)
Handwerkskammer: Breslau
Landesfinanzamt: Breslau
Finanzämter: Steinau a. Oder und Wohlau

1936

12.12. 13 Dörfer werden umbenannt (Übersicht)


1937

7.1. und 1.3. Umbennnung von jeweils einem Dorf (Übersicht)

29.1. Umbennung von 3 Dörfern und Tschirnau (Übersicht)


1938
aus „Müllers Großes Deutsches Ortsbuch“ 1938 Post- und Ortsbuchverlag Wuppertal-Barmen:
Kreispolizeibehörde: Guhrau
Musterungsbezirk: Kreis Guhrau
Wehrbezirkskommando: Wohlau
Wehrmeldeamt: Guhrau
Wehrersatzinspektion: Breslau
Gesundheitsamt: Guhrau
Erbgesundheitsgericht: Glogau

1946
28. Juni Der Kreis wird mit Verordnung des Ministerrates der neuen Wojewodschaft Breslau zugeteilt.

1947
Im Kreis haben 36 Grundschulen geöffnet.

1950
28.Juni Verwaltungsreform: Kreis Gora bleibt in der Wojewodschaft Wroclaw

1976
1.6. zur wojew. Leszno

1997
Der Fluss Barycz (Bartsch) überschwemmte im Juli in seinem Stromgebiet liegenden Wälder, Wiesen, Felder sowie den Süden der Gemeinde.

1999
1.1. Góra wurde wieder Kreisstadt und gehört zur Wojewodschaft Niederschlesien.

2000
Größe des Kreises 738 km²
Einteilung in die gminy Gora (Guhrau), Jemielno (Gimmel), Niechlow (Nechlau) und die miasta (Städte) Gora (Guhrau) und Wasosz (Herrnstadt)

1Datum der formellen Auflösung des Staates Preußen durch Gesetz Nr. 46 des Alliierten Kontrollrates